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Acetyliertes Nadelholz

Accoya Terrassendielen: acetylierte Kiefer

Accoya ist acetylierte Radiata-Kiefer: durchgehend modifiziert, Dauerhaftigkeitsklasse 1 und mit einem tangentialen Schwindmaß von 1,6 Prozent. Wir führen 21 und 25 mm in A1, natur und durchgefärbt grau, deutschlandweit lieferbar.

Accoya Terrassendielen: acetylierte Kiefer
Accoya Terrassendielen deutschlandweit lieferbar FSC Mix 70 Prozent, ohne Biozid acetyliert 21 und 25 mm, natur und durchgefärbt grau Beratung zu Unterkonstruktion, Schrauben und Fugen

Accoya ist keine eigene Holzart, sondern acetylierte Radiata-Kiefer. Das Holz reagiert mit Essigsäureanhydrid, die wasseranziehenden Hydroxylgruppen der Zellwand werden dabei durch wasserabweisende Acetylgruppen ersetzt, über den gesamten Querschnitt und ohne Biozid. Daraus folgen die Dauerhaftigkeitsklasse 1 und ein Quell- und Schwindmaß weit unter dem unmodifizierter Kiefer. Wir führen natur und durchgefärbt grau.

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Dauerhaftigkeitsklasse 1

Accoya führt die Dauerhaftigkeitsklasse 1. Der Hersteller gibt 50 Jahre Garantie über dem Boden, bei Bodenkontakt und bei weniger als 20 cm Einbauhöhe sind es 25 Jahre.

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Quell- und Schwindmaß unter zwei Prozent

Von nass bis kammertrocken bewegt sich Accoya radial 0,8 und tangential 1,6 Prozent. Verzug, Risse und Schüsseln bleiben dadurch gering.

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Ohne Biozid modifiziert

Bei der Acetylierung kommt kein Biozid ins Holz. Acetylgruppen sind ein natürlicher Bestandteil von Holz, ihr Anteil steigt durch das Verfahren. Basis ist FSC Mix 70 Prozent zertifizierte Kiefer.

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Glatte Sichtseite

Die Sichtseite ist gehobelt und egalisiert. Die Wärmeleitfähigkeit liegt bei 0,12 W/(m·K) nach EN 12667.

Accoya Terrassendielen: natur und grau

Accoya im Vergleich

Accoya landet fast immer neben drei anderen Hölzern in der Anfrage: Kebony, Ipe und Lärche. Kebony ist das zweite modifizierte Holz in unserem Sortiment, Ipe das harte tropische Hartholz, Lärche der günstige Einstieg. Bei der Härte liegt Accoya auf dem Niveau der Lärche und unter Kebony und Ipe, seine Stärke ist die Formstabilität.

Accoya Kebony Clear Ipe Lärche
Dauerhaftigkeit (EN 350) Klasse 1 Klasse 1 sehr dauerhaft Klasse 3 bis 4
Härte (Brinell) 24,0 N/mm² ca. 41 N/mm² ca. 48 bis 60 N/mm² ca. 19 bis 25 N/mm²
Basis acetylierte Radiata-Kiefer furfurylierte Radiata-Kiefer tropisches Hartholz heimisches Nadelholz
Garantie 50 Jahre über dem Boden, unter 20 cm Einbauhöhe 25 Jahre 30 Jahre auf Clear keine keine
Preisniveau hoch hoch hoch günstiger Einstieg

Kennwerte nach EN 350 und EN 1534 sowie aus den Datenblättern der Hersteller. Die Härtewerte für Ipe und Lärche stammen aus Holzarten-Übersichten und sind Richtwerte. Der aktuelle Preis steht bei jeder Diele im Produkt.

Kaufberatung: Accoya Terrassendielen im Detail

Was bei der Acetylierung passiert

Accoya beginnt als Radiata-Kiefer, botanisch Pinus radiata D. Don. Die bauaufsichtliche Zulassung Z-9.1-865 nennt als Herkunftsgebiet Neuseeland. Verarbeitet wird das Splintholz, höchstens zehn Prozent Kernholz sind zugelassen. Im Werk Arnheim reagiert das Holz mit Essigsäureanhydrid. Die freien Hydroxylgruppen der Zellwand ziehen Wasser an, sie werden durch wasserabweisende Acetylgruppen ersetzt, als Nebenprodukt entsteht Essigsäure. Ein Biozid kommt dabei nicht ins Holz.

Entscheidend ist die Tiefe. Die Zulassung verlangt, dass jedes Stück über den gesamten Querschnitt acetyliert ist und an jeder Stelle mindestens 19 Prozent Acetylgehalt aufweist. Eine Oberflächenbehandlung ist das also nicht, Schnittkanten und Bohrungen bleiben so geschützt wie die Sichtseite. Kommerziell läuft das Verfahren seit 2007.

Dauerhaftigkeit, Formstabilität und die Garantie

Unsere vier Accoya Dielen führen die Dauerhaftigkeitsklasse 1. Der Hersteller gibt darauf 50 Jahre Garantie über dem Boden und 25 Jahre bei Bodenkontakt oder in Süßwasser. Für eine Terrasse entscheidet die Einbauhöhe, welche der beiden Zahlen gilt. Liegt der Belag weniger als 20 cm über dem Boden oder entspricht er nicht den Normen für Wasserableitung und Wasserverdunstung, gilt Gebrauchsklasse 4 und damit die Garantiedauer von 25 Jahren.

Die Garantiebedingungen sind eng gefasst: Die Entschädigung ist auf den Rechnungswert begrenzt, die Kosten für Entsorgung, für die Montage der Ersatzware und für jede Neufertigung sind ausgeschlossen, ein Schaden ist binnen 30 Tagen zu melden, und ein Einbau abweichend von den schriftlichen Anweisungen macht die Garantie ungültig. Gewährt wird sie dem Erstkäufer, dem Erstbesitzer des Gebäudes und dem unmittelbar folgenden Besitzer, übertragen oder abgetreten werden kann sie nicht.

Neben der Dauerhaftigkeit steht die Formstabilität. Von nass bis kammertrocken bewegt sich Accoya radial 0,8 und tangential 1,6 Prozent, unmodifizierte Radiata-Kiefer dagegen 3,4 und 7,9 Prozent. Bei einem 145 mm breiten Brett sind das 1,0 mm radial und 2,2 mm tangential. Der Hersteller schreibt allerdings selbst, dass Accoya deshalb nicht vollkommen unbeweglich ist, Fugen bleiben also nötig.

Die Nachteile: Preis, Härte, Geruch und Korrosion

Accoya ist teuer. Beim reinen Materialpreis liegt es etwa beim Vier- bis Sechsfachen heimischer Lärche. Dazu kommt die Härte. Die Brinellhärte beträgt 24,0 N/mm² nach EN 1534, das entspricht dem Niveau der Lärche und liegt deutlich unter Bangkirai oder Ipe. Der Hersteller nennt Accoya selbst ein Weichholz und begrenzt deshalb den Druck beim Reinigen. Rückmeldungen aus der Praxis beschreiben die Oberfläche als weich und kratzempfindlich.

Frisch geschnittenes oder gehobeltes Accoya kann leicht nach Essig riechen. Der Restgehalt an Acetylverbindungen liegt im Mittel bei höchstens 1,0 Prozent, in Einzelproben bei höchstens 1,8 Prozent. Wie lange der Geruch im Freien anhält, ist nicht dokumentiert, und für Aufenthaltsräume ist Accoya laut Zulassung nicht nachgewiesen. Dazu kommt die Säure: Unter feuchten Bedingungen liegt der pH-Wert bei 4 bis 5,5, verzinkte Metalle und Zinklegierungen sind dort nicht korrosionsbeständig. Eine Bewertungsgruppe zur Rutschhemmung für nassbelastete Barfußbereiche, früher DIN 51097 und seit Dezember 2021 DIN EN 16165 Anhang A, liegt für Accoya Terrassendielen nicht vor.

Vergrauen, Bleichphase und Pflege

Accoya vergraut nicht langsamer als andere Hölzer, das steht so in der Verwitterungsbroschüre des Herstellers. Davor liegt eine Bleichphase, in der die Fläche heller wird und von Brett zu Brett fleckig wirken kann. Teilbeschattung kann zu ungleichmäßiger Vergrauung führen. In feuchten und schattigen Lagen bildet sich Oberflächenbewuchs wie bei anderen Weichhölzern, er bleibt rein optisch und ist von der Garantie ausgenommen. Wer den grauen Ton durchgehend gleichmäßig haben möchte, greift zur durchgefärbten Color Grey Diele, bei der die Farbe durch den gesamten Querschnitt geht.

Für die Haltbarkeit ist kein Anstrich nötig. Zur Pflege genügen Wasser und eine weiche Bürste, Drahtbürste und Hochdruckreiniger schaden der weichen Oberfläche.

Verlegen, Schrauben und Unterkonstruktion

  • Zum Verschrauben empfehlen wir Edelstahlschrauben A2 (V2A), bei sichtbarer Verschraubung, in Küsten- oder Poolnähe sowie bei besonders gerbstoffreichen Hölzern besser A4 (V4A), damit sich um die Schraubenköpfe keine dunklen Gerbstoffränder bilden.
  • Verzinkte Beschläge und Zinklegierungen sind an Accoya nicht korrosionsbeständig, an Kupfer, Blei und auch an bestimmten Aluminiumlegierungen kann die Oberfläche oxidieren. Beständig sind nach den Tests des Herstellers die Aluminiumsorten 3003, 6005, 6060 und 6063 sowie Marine-Messing.
  • Eine druckbehandelte Unterkonstruktion kann Kupfer auswaschen und grüne Flecken hinterlassen, ein Trennstreifen aus Kunststoff oder Edelstahl verhindert das.
  • Vorgebohrt wird immer, denn ohne vorgebohrte Löcher gilt Accoya als spaltgefährdete Holzart.
  • Drei unserer vier Dielen sind seitlich genutet und lassen sich mit Clips verdeckt befestigen, die Variante ohne Nut wird sichtbar verschraubt.

Unser Accoya Sortiment

Wir führen Accoya Terrassendielen in 21 x 142 mm mit und ohne seitliche Nut sowie in 25 x 142 mm, dazu die durchgefärbte Color Grey Diele in 25 x 142 mm. Alle vier sind nach A1 sortiert, kammergetrocknet, glatt gehobelt und egalisiert sowie mit FSC Mix 70 Prozent zertifiziert. Abgerechnet wird je laufendem Meter, kaufbar sind Längen von 3000 bis 4800 mm.

Accoya im Holzlexikon: Acetylierung, Kennwerte und Zulassung

Häufige Fragen

Ist Accoya teuer und was kostet ein Quadratmeter?+
Beim reinen Materialpreis liegt Accoya etwa beim Vier- bis Sechsfachen heimischer Lärche. Abgerechnet wird je laufendem Meter, bei 142 mm Breite und 5 mm Fuge sind das knapp sieben Laufmeter je Quadratmeter. Der aktuelle Preis steht bei jeder Diele im Produkt.
Vergraut Accoya langsamer als andere Hölzer?+
Nein. Der Hersteller schreibt in seiner Verwitterungsbroschüre, dass Accoya in ähnlichem Tempo vergraut wie andere Hölzer. Davor liegt eine Bleichphase mit hellerer, von Brett zu Brett fleckiger Fläche. Teilbeschattung kann zu ungleichmäßiger Vergrauung führen.
Wird Accoya in der Sonne heiß und splittert es?+
Die Wärmeleitfähigkeit liegt bei 0,12 W/(m·K) nach EN 12667, das ist ein niedriger Wert. Zu den Thermogramm-Tests des Herstellers sind keine Temperaturwerte veröffentlicht. Rückmeldungen aus der Praxis beschreiben die Fläche als barfußtauglich, eine belastbare Zahl zur Oberflächentemperatur gibt es nicht.
Riecht Accoya nach Essig?+
Möglich ist ein leichter essigartiger Geruch, vor allem an frisch geschnittenen oder gehobelten Stellen. Der Restgehalt an Acetylverbindungen liegt im Mittel bei höchstens 1,0 Prozent, in Einzelproben bei höchstens 1,8 Prozent. Für Aufenthaltsräume ist Accoya nach der Zulassung nicht nachgewiesen, und wie lange der Geruch im Freien anhält, ist nicht dokumentiert.
Welche Schrauben gehören zu Accoya Terrassendielen?+
Unter feuchten Bedingungen liegt der pH-Wert bei 4 bis 5,5, verzinkte Teile korrodieren dort. Zum Verschrauben empfehlen wir Edelstahlschrauben A2 (V2A), bei sichtbarer Verschraubung, in Küsten- oder Poolnähe sowie bei besonders gerbstoffreichen Hölzern besser A4 (V4A), damit sich um die Schraubenköpfe keine dunklen Gerbstoffränder bilden.
Wie lange hält Accoya und was deckt die Garantie ab?+
Unsere Dielen führen die Dauerhaftigkeitsklasse 1, der Hersteller gibt 50 Jahre über dem Boden und 25 Jahre bei Bodenkontakt. Bei weniger als 20 cm Einbauhöhe gilt Gebrauchsklasse 4 und damit die 25 Jahre. Die Garantieurkunde begrenzt die Entschädigung auf den Rechnungswert, verlangt die Meldung binnen 30 Tagen und ist nicht übertragbar.

Accoya für die Terrasse

Vier Accoya Dielen, 21 und 25 mm, natur oder durchgefärbt grau, alle deutschlandweit lieferbar. Zu Sortierung, Unterkonstruktion, Schrauben und Fugen beraten wir gern.

Zu den Accoya Dielen

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