Premium-Tropenholz
Ipe Terrassendielen
Das härteste und dauerhafteste Terrassenholz, das wir führen. Extrem dicht, in der obersten Dauerhaftigkeitsklasse nach EN 350, mit einer Nutzungsdauer von Jahrzehnten. Dafür im oberen Preissegment und seit 2024 CITES-pflichtig beim Import.
Ipe (botanisch Handroanthus, früher Tabebuia) gilt als die Referenz unter den tropischen Terrassenhölzern. Wer maximale Härte, höchste Dauerhaftigkeit und eine sehr lange Lebensdauer sucht und bereit ist, dafür mehr zu zahlen, findet in Ipe die Spitzenlösung. Das bedeutet in der Praxis: das Holz ist so hart, dass es Werkzeuge stumpf macht und ohne Vorbohren spaltet, es vergraut unbehandelt silbrig, und für den Import sind seit dem 25. November 2024 CITES-Dokumente nötig.
Dauerhaftigkeit Klasse 1
Nach EN 350 in der obersten Dauerhaftigkeitsklasse gegen holzzerstörende Pilze, dazu dauerhaft gegen Termiten und Insekten (Klasse D). Das Kernholz braucht keinen chemischen Holzschutz.
Extrem hart und dicht
Mit rund 1.040 bis 1.050 kg/m³ und einer Janka-Härte um 3.490 lbf gehört Ipe zu den härtesten handelsüblichen Hölzern, deutlich über Bangkirai und Lärche. Das bedeutet Vorbohren und Hartmetallwerkzeuge.
Sehr lange Lebensdauer
Bei fachgerechter, hinterlüfteter Verlegung erreicht eine Ipe-Terrasse realistisch 25 bis 50 Jahre und mehr. Pflege beeinflusst die Optik, nicht die Substanz.
Formstabil im Freien
Das dichte, geschlossene Holz mit ausgewogenem T/R-Verhältnis übersteht Sonne, Regen und Frost. Unbehandelt vergraut es zu einer silbrigen Patina, ganz ohne Festigkeitsverlust.
Unsere Ipe Terrassendielen
Ipe Terrassendielen, 19×140 mm, KD, glatt/glatt, aus Bolivien
Ipe Terrassendielen, 19×85 mm, KD, glatt/glatt, aus Bolivien
Ipe Terrassendielen, 19×85 mm, KD, glatt/glatt, aus Bolivien, *Sortierausschuss*
Ipe im Vergleich zu Cumaru, Bangkirai und Lärche
Ipe ist das Premium-Holz an der Spitze. Cumaru liegt bei Härte und Dauerhaftigkeit nahezu gleichauf und ist günstiger, Bangkirai bietet gute Dauerhaftigkeit im mittleren Preisbereich, Lärche ist das preiswerte europäische Nadelholz. Die Werte sind Durchschnittsangaben und schwanken je nach Herkunft und einzelner Diele.
| Ipe | Cumaru | Bangkirai | Lärche | |
|---|---|---|---|---|
| Dauerhaftigkeit (EN 350) | Klasse 1 (sehr dauerhaft) | Klasse 1 (sehr dauerhaft) | Klasse 2 (dauerhaft) | Klasse 3 bis 4 |
| Härte (Janka) | sehr hoch (ca. 3.490 lbf) | sehr hoch (ca. 3.330 bis 3.540 lbf) | mittel (ca. 1.800 lbf) | gering (ca. 740 lbf) |
| Dichte (bei 12 % Holzfeuchte) | ca. 1.040 bis 1.050 kg/m³ | ca. 1.070 bis 1.085 kg/m³ | ca. 930 kg/m³ | ca. 550 bis 600 kg/m³ |
| Farbe | Oliv- bis Rotbraun, teils dunkle Streifen | Gelb- bis Rotbraun | Gelb- bis Olivbraun | Gelb- bis Rötlichbraun |
| CITES-pflichtig | ja (Anhang II, seit 25.11.2024) | ja (Anhang II, seit 25.11.2024) | nein | nein |
| Preisniveau | sehr hoch | hoch | mittel | günstig |
Härte- und Dichteangaben sind gemittelt und je nach Quelle leicht unterschiedlich. Cumaru und Ipe liegen bei Härte und Dichte sehr nah beieinander; die eindeutigen Unterschiede liegen bei Preis und Verfügbarkeit.
Ipe im Detail
Herkunft und Charakter
Ipe ist der Handelsname für die schweren Hölzer der Gattung Handroanthus (früher Tabebuia) aus der Familie der Trompetenbaumgewächse (Bignoniaceae). Die wichtigsten Handelsarten sind Handroanthus serratifolius, Handroanthus impetiginosus und Handroanthus heptaphyllus. Beheimatet ist das Holz im tropischen Mittel- und Südamerika, ein großer Teil stammt aus dem brasilianischen Amazonasgebiet. Im Handel läuft Ipe auch als Lapacho oder Pau d'arco, wegen seiner Dichte gelegentlich als „Eisenholz". Das Kernholz reicht von oliv- über rotbraun bis zu dunklem, fast schwarzbraunem Ton, teils mit dunkleren Streifen. Das Splintholz ist deutlich heller abgesetzt.
Härte, Dichte und Dauerhaftigkeit
Ipe gehört zu den härtesten und dichtesten Terrassenhölzern überhaupt. Die Rohdichte liegt bei rund 1.040 bis 1.050 kg/m³ (bei 12 % Holzfeuchte), die Janka-Härte um 3.490 lbf (je nach Quelle etwa 3.460 bis 3.680 lbf), also mehr als das Vierfache von Lärche. Nach EN 350 ist das Kernholz in die Dauerhaftigkeitsklasse 1 (sehr dauerhaft) gegen holzzerstörende Pilze eingestuft, das ist die höchste Klasse. Gegen Termiten und Trockenholzinsekten gilt es als dauerhaft (Klasse D). Abgedeckt ist die Gebrauchsklasse 4 (Erd- und Süßwasserkontakt). Diese Werte gelten nur für das Kernholz, der hellere Splint ist nicht dauerhaft. Eine chemische Imprägnierung ist weder nötig noch möglich, denn das dichte Kernholz nimmt Schutzmittel nicht auf (Imprägnierbarkeitsklasse 4).
Pflege und Vergrauung
Bleibt Ipe unbehandelt, vergraut es unter UV-Einwirkung zu einer silbergrauen Patina. Das ist eine rein optische Veränderung und kostet weder Festigkeit noch Lebensdauer.
- Wer den warmen Braunton halten will, ölt die Diele mit einem UV-schützenden Terrassenöl. Weil das Holz sehr dicht ist und wenig aufnimmt, kommt es auf dünne Aufträge an, üblich ist eine Auffrischung etwa ein- bis zweimal im Jahr.
- Filmbildende Lacke oder dicke Lasuren gehören nicht auf Ipe, sie blättern auf dem dichten, öligen Holz ab. Nur eindringende Öle verwenden.
- Zur Reinigung reichen Wasser und ein Terrassenreiniger. Auf den Hochdruckreiniger verzichtet man besser.
- In den ersten Monaten können sich wasserlösliche Inhaltsstoffe auswaschen und helle, saugende Flächen wie Beton oder Naturstein braun verfärben. Angrenzende Flächen schützt man vorsorglich und achtet auf den Wasserablauf.
Verlegung in Kürze
Wegen seiner extremen Dichte und Härte muss Ipe bei Diele und Unterkonstruktion zwingend vorgebohrt und gesenkt werden, sonst spaltet das Holz und die Schrauben sitzen nicht fest. Das Holz stumpft Werkzeuge stark ab, deshalb sind Hartmetall-Bohrer und -Sägeblätter Pflicht. Wegen der Inhaltsstoffe verbaut man ausschließlich Edelstahlschrauben, A2 (V2A) im normalen Gartenbereich, in Küsten-/Poolnähe und bei sichtbarer Verschraubung besser A4 (V4A), sonst entstehen schwarze Verfärbungen um die Schraube. Für die nötige Bewegung plant man seitliche Fugen von einigen Millimetern ein, sorgt für eine gute Hinterlüftung und verlegt die Dielen nie direkt auf Beton. Frische Schnittkanten versiegelt man zeitnah mit Stirnkantenwachs, denn Ipe neigt zu Endrissen.
Recht und Herkunft: CITES seit 2024
Ein wichtiger Punkt: Auf der CITES-Konferenz 2022 wurden die Ipe-Gattungen (Handroanthus, Tabebuia, Roseodendron) in Anhang II aufgenommen. Nach einer Aufschubfrist gilt die Listung seit dem 25. November 2024. Für den Import von Ipe-Schnittholz und -Dielen braucht es seitdem CITES-Dokumente, zusätzlich zur gesetzlichen Sorgfaltspflicht nach EUTR und EUDR. Ipe ist damit weiterhin legal handelbar, aber der Nachweis der Herkunft ist aufwendiger geworden. Das ist einer der Gründe für das hohe Preisniveau. FSC-zertifiziertes Ipe gibt es, ersetzt aber weder die CITES-Genehmigung noch die Sorgfaltspflicht.
Häufige Fragen
Ist Ipe wirklich das haltbarste Terrassenholz?+
Warum ist Ipe so teuer?+
Muss ich Ipe vorbohren?+
Vergraut Ipe, und ist das ein Problem?+
Braucht Ipe wegen CITES eine besondere Genehmigung?+
Ist Ipe oder Cumaru die bessere Wahl?+
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