Thermokiefer Terrassendielen, 26×140 mm, gebürstet/glatt, seitlich genutet
ab 5,22 € / lfm
Produktinformationen „Thermokiefer Terrassendielen, 26 x 140 mm, gebürstet/glatt, seitlich genutet"
Gebürstet heißt, dass die weichen Frühholzanteile mit rotierenden Bürsten leicht ausgewaschen wurden, während die härteren Spätholzstreifen stehen bleiben. Auf der Terrasse ergibt das eine spürbare, feine Struktur, die zwei Dinge gleichzeitig leistet: sie unterbricht den Wasserfilm und verbessert damit die Trittsicherheit bei Nässe, und sie kaschiert Gebrauchsspuren erheblich besser als eine glatte Fläche, weil das Auge bereits Struktur erwartet. Bei Kiefer, die als Nadelholz zwangsläufig Spuren annimmt, ist das ein handfester Vorteil.
Die zweite Seite ist glatt gehobelt. Damit steht die Entscheidung erst beim Verlegen an, und bei einer späteren Sanierung lässt sich die Diele wenden und bekommt eine neue Oberfläche.
Thermokiefer entsteht ohne chemischen Zusatz. Heimische Kiefer wird über mehrere Tage unter Sauerstoffabschluss auf etwa 200 Grad erhitzt. Die Zuckerverbindungen, die Pilzen als Nahrung dienen, bauen sich dabei ab, und die Fähigkeit des Holzes, Feuchtigkeit aufzunehmen, sinkt deutlich. Erreicht wird die natürliche Dauerhaftigkeitsklasse 2, die Einstufung vieler Tropenhölzer, bei einem heimischen Rohstoff und ohne Biozide.
Die dunkelbraune Farbe entsteht im selben Vorgang und durchzieht den gesamten Querschnitt. Ein Kratzer legt kein helles Holz frei, und eine Schnittkante ist innen so dunkel wie außen. Auf einer gebürsteten Oberfläche kommt dieser Ton besonders gut zur Geltung, weil die ausgewaschenen Zonen etwas dunkler wirken als die stehen gebliebenen Spätholzstreifen und die Struktur dadurch plastischer erscheint. Unter UV-Einstrahlung verblasst das Braun allerdings, unbehandelt vergraut auch Thermokiefer. Wer den Ton halten möchte, arbeitet ein- bis zweimal jährlich mit einem pigmentierten Terrassenöl, wobei eine gebürstete Fläche etwas mehr Material aufnimmt als eine glatte.
Ein Punkt gehört vor jede Kaufentscheidung: die Thermobehandlung macht Holz spröder. Biegefestigkeit und Schlagzähigkeit nehmen gegenüber unbehandelter Kiefer ab, das Material splittert leichter und reagiert empfindlicher auf punktuelle Schläge. Für einen Terrassenbelag auf ordentlicher Unterkonstruktion spielt das keine Rolle, für tragende Bauteile ist Thermoholz grundsätzlich ungeeignet. Praktisch bedeutet es vor allem: in Endnähe ausnahmslos vorbohren.
Seitlich genutet bedeutet, dass in beide Längskanten eine Nut eingefräst ist, in die ein Befestigungsclip greift. Die Diele wird von der Seite gehalten statt von oben verschraubt, auf der fertigen Fläche ist keine Schraube zu sehen. Bei einem spröderen Material ist das mehr als eine Frage der Optik: jede Bohrung ist eine potenzielle Schwachstelle, und verdeckte Befestigung kommt ohne aus. Die Clips geben zugleich den Fugenabstand vor und beschleunigen die Verlegung.
Dem steht eine genauer auszurichtende Unterkonstruktion gegenüber, weil Clips Ungenauigkeiten nicht ausgleichen. Eine einzelne Diele mitten in der Fläche später zu tauschen ist aufwendiger als bei einer verschraubten Terrasse.
Mit 140 mm ist dies das breitere unserer beiden Thermokiefer-Formate und damit die Wahl für großzügige, ruhige Flächen mit wenigen Fugen. Die Lieferlängen 4200, 4500 und 5100 mm sind durchweg lang, kurze Stücke gibt es in diesem Format nicht. Auf großen Terrassen ergibt das sehr wenige Querstöße, auf kleinen oder verwinkelten Flächen entsprechend mehr Verschnitt, was bei der Mengenplanung zu berücksichtigen ist.
Die Ausblutung ist als minimal eingestuft. Helle Flächen unter und neben der Terrasse bleiben von den bräunlichen Auswaschungen verschont, die gerbstoffreiche Harthölzer in den ersten Monaten abgeben. Zusammen mit dem geringen Gewicht, das aus dem Materialverlust während der Thermobehandlung folgt, macht das dieses Holz für Dachterrassen und Balkone mit begrenzter Traglast interessant.
Die Dielen sind kammergetrocknet. Für die Unterkonstruktion sind bei 26 mm Stärke Auflagerabstände von etwa 40 bis 50 cm angemessen. Als Unterbau eignen sich Aluminiumprofile oder Kanthölzer aus einem dauerhaften Holz, dazu ein Gefälle von etwa zwei Prozent, durchgehende Hinterlüftung, ausreichender Abstand zum Erdreich und Auflagepads an jeder Kontaktstelle. Die erste und die letzte Diele werden verschraubt oder mit Randclips gesetzt; dafür empfehlen wir Edelstahlschrauben A2 (V2A), bei sichtbarer Verschraubung, in Küsten- oder Poolnähe sowie bei besonders gerbstoffreichen Hölzern besser A4 (V4A), damit sich um die Schraubenköpfe keine dunklen Gerbstoffränder bilden.
Zur Pflege genügen Abkehren sowie Wasser und eine Bürste, bei einer gebürsteten Oberfläche geführt in Faserrichtung, damit sich in den Vertiefungen kein Schmutzfilm aufbaut. Hochdruckreiniger und Drahtbürsten sind zu meiden, sie reißen die Fasern auf und lassen die Bürststruktur ausfransen. Schnittkanten werden mit einem Hirnholzschutz behandelt.
Belegt sind 70% PEFC sowie das Green-Choice-Siegel unseres Lieferanten. In 118 mm Breite führen wir Thermokiefer glatt gehobelt für schmalere Flächen. Diese gebürstete 140 mm Diele ist die Wahl, wenn eine große Terrasse sicher begehbar bleiben und Gebrauchsspuren möglichst wenig zeigen soll.
Eigenschaften
| Holzart | Thermokiefer |
|---|---|
| Sichtseite | gebürstet, glatt |
| Ausblutung | minimal |
| Behandlung | thermobehandelt |
| Dauerhaftigkeitsklasse | 2 |
| Einsatzort | Außenbereich |
| Farbgebung | dunkelbraun |
| Holzart | Thermokiefer |
| Oberfläche | gebürstet |
| Seitlich genutet | ja |
| Sichtseite | gebürstet, glatt |
| Sortierung | Standard |
| Trocknung | KD = kammergetrocknet |
| Zertifizierung | 70% PEFC certified, Green Choice |
| Gewicht | 6,12 kg |
| Breite | 140 mm |
| Stärke | 26 mm |