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Thermokiefer Rhombusleiste TIGA, 26 x 68 mm, KD, Oberfläche glatt gehobelt

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Produktinformationen „Thermokiefer Rhombusleiste TIGA, 26 x 68 mm, KD, Oberfläche glatt gehobelt"

TIGA bezeichnet die Profilausführung dieser Leiste. Anders als bei einer klassischen Rhombusleiste mit durchgehender 15-Grad-Schräge ist die Sichtfläche hier glatt gehobelt und die Kanten sind gerundet, was der fertigen Fassade eine ruhigere, technischere Anmutung gibt. Wo eine ausgeprägte Schräge Schattenkanten und ein stark gegliedertes Bild erzeugt, tritt diese Ausführung zurück und wirkt flächiger. In Verbindung mit dem dunklen Grundton der Thermokiefer entsteht daraus eine Fassade, die eher als geschlossene Wand als als Lattenstruktur gelesen wird.

Thermokiefer entsteht ohne chemischen Zusatz. Heimische Kiefer wird über mehrere Tage unter Sauerstoffabschluss auf etwa 200 Grad erhitzt. Die Zuckerverbindungen, die Pilzen als Nahrung dienen, bauen sich dabei ab, und die Fähigkeit des Holzes, Feuchtigkeit aufzunehmen, sinkt erheblich. Für eine Fassade zählt vor allem der zweite Effekt: ein Holz, das weniger Wasser zieht, quillt und schwindet weniger, und eine Leiste, die sich nicht verzieht, steht auch nach Jahren noch in der Flucht.

Die dunkelbraune Farbe entsteht im selben Vorgang und durchzieht den gesamten Querschnitt. Eine Schnittkante ist innen so dunkel wie außen, ein Kratzer legt kein helles Holz frei. Bei einer Fassade mit vielen abgelängten Leisten ist das ein spürbarer Vorteil gegenüber lasierter Ware, bei der jede Schnittkante nachgearbeitet werden muss. Unter UV-Einstrahlung verblasst das Braun allerdings und geht in eine silbergraue Patina über. Wer den dunklen Ton dauerhaft möchte, arbeitet mit einer pigmentierten Lasur, allseitig und vor der Montage aufgetragen.

Ein Punkt gehört vor die Entscheidung: die Thermobehandlung macht Holz spröder. Biegefestigkeit und Schlagzähigkeit nehmen ab, das Material splittert leichter. Für eine Fassadenleiste ohne tragende Funktion ist das ohne Belang, für tragende Bauteile ist Thermoholz grundsätzlich ungeeignet, und die Unterkonstruktion eines Zauns sollte aus einem anderen Material bestehen. Praktisch bedeutet es: in Endnähe ausnahmslos vorbohren.

Mit 26 mm Stärke liegt dieses Profil deutlich über dem üblichen Maß von 20 oder 21 mm. Der stärkere Querschnitt erlaubt größere Abstände zwischen den Auflagern und bleibt über lange Felder gerade, was bei Zäunen mit weit gesetzten Pfosten den Ausschlag geben kann. Angeboten werden die Längen 3000 und 4800 mm; das lange Maß erlaubt es, hohe Fassaden ohne Stoß auszuführen.

Ausgewiesen ist die Ware in der Sortierung Standard. Kiefer zeigt ihr gewohntes Astbild mit überwiegend kleinen bis mittleren, fest verwachsenen Ästen. Nach der Thermobehandlung treten die Äste farblich weniger hervor, weil sich der gesamte Querschnitt gleichmäßig dunkel färbt und der Kontrast zwischen Ast und umgebendem Holz abnimmt. Auf einer glatt gehobelten Fläche, wie sie hier vorliegt, wirkt das besonders ruhig.

Bei einer Fassade gilt die Hinterlüftung als Grundbedingung. Zwischen Wand und Leisten gehört eine Konterlattung mit mindestens 20 mm durchgehendem Luftraum, unten und oben offen, damit ein Luftstrom entsteht. Insektengitter halten die Öffnungen frei. Ohne funktionierende Hinterlüftung hilft weder Thermobehandlung noch Anstrich, weil die Feuchtigkeit dann von der Rückseite kommt.

Der Abstand zwischen den Leisten liegt üblicherweise zwischen 10 und 20 mm. Weil Thermoholz weniger arbeitet als unbehandeltes, bleiben die jahreszeitlichen Maßänderungen gering und der einmal gewählte Abstand über die Jahre stabil. Befestigt wird pro Auflager mit zwei Punkten oder mittig mit einer Schraube, damit die Leiste sich bewegen kann, ohne zu reißen.

Zum Verschrauben empfehlen wir Edelstahlschrauben A2 (V2A), bei sichtbarer Verschraubung, in Küsten- oder Poolnähe sowie bei besonders gerbstoffreichen Hölzern besser A4 (V4A), damit sich um die Schraubenköpfe keine dunklen Gerbstoffränder bilden. Auf einer dunklen Fassade fällt ein heller Metallglanz stärker auf als auf hellem Holz, weshalb sich hier dunkle Schraubenköpfe anbieten.

Zur Reinigung genügen Wasser und eine weiche Bürste in Faserrichtung. Auf Hochdruckreiniger ist zu verzichten, sie rauen die Oberfläche auf und beschleunigen bei sprödem Material die Faserlösung. Schnittkanten profitieren trotz der durchgefärbten Struktur von einem Hirnholzschutz, denn Wasseraufnahme über das Hirnholz bleibt auch bei Thermoholz der schnellste Weg ins Material.

Belegt sind 70% PEFC sowie das Green-Choice-Siegel unseres Lieferanten. In 27 mm Stärke führen wir die klassische Rhombusleiste mit 15-Grad-Schräge, wenn ein stärker gegliedertes Fassadenbild gewünscht ist. Diese TIGA-Ausführung ist die Wahl für eine ruhige, flächige Fassade in dunklem Ton, die über Jahre in Form bleibt.

Eigenschaften

Behandlung thermobehandelt
Einsatzort Außenbereich
Holzart Thermokiefer
Kantenbearbeitung gerundet
Oberfläche gehobelt
Schräge Rhombus 20°
Sortierung Standard
Zertifizierung 70% PEFC certified, Green Choice
Gewicht 2,13 kg
Breite 68 mm
Stärke 26 mm

So sieht dieses Holz gebaut aus

Fotos von Kunden, die genau dieses Holz verbaut haben. Geschickt haben sie uns die Bilder selbst.

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