Massivholzdielen, Seekiefer, 21×206 mm, Rustikal, unbehandelt mit Microfase
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| Menge | Preis / m² | Rabatt |
|---|---|---|
| bis 99 m² | 32,78 € | — |
| bis 199 m² | 31,13 € | — |
| bis 299 m² | 30,49 € | — |
| ab 300 m² | 29,49 € | — |
Produktinformationen „Massivholzdielen, Seekiefer, 21 x 206 mm, Rustikal, unbehandelt mit Microfase"
206 mm Dielenbreite verändern einen Raum. Eine breite Diele bedeutet weniger Fugen auf derselben Fläche, ein ruhigeres Gesamtbild und eine Blickführung, die den Raum optisch länger und großzügiger macht. In Altbauten mit hohen Decken, in offenen Wohnbereichen und überall dort, wo der Boden großflächig sichtbar bleibt, wirkt dieses Format deutlich souveräner als eine schmale Diele. In kleinen, verwinkelten Räumen kehrt sich der Effekt um, dort wirken breite Dielen schnell überdimensioniert.
Die Kehrseite der Breite ist physikalisch und sollte vor der Bestellung bekannt sein: Holz arbeitet in der Breite, nicht in der Länge. Eine 206 mm breite Massivholzdiele verändert ihr Maß im Jahresverlauf entsprechend stärker als eine 146 mm schmale. Die Fugen, die sich in der Heizperiode zwischen den Dielen zeigen, fallen damit etwas breiter aus, und im Sommer schließen sie sich wieder. Ein stabiles Raumklima von etwa 18 bis 22 Grad und 40 bis 60 Prozent relativer Luftfeuchte ist bei diesem Format daher wichtiger als bei jedem anderen.
Ausgewiesen ist die Ware in der Sortierung Rustikal. Kräftige Astbilder, deutliche Farbunterschiede zwischen den Dielen, gelegentliche Harzgallen und eine lebhafte Zeichnung sind Teil des Lieferumfangs, nicht Anlass zur Reklamation. Auf einer breiten Diele kommt diese Lebendigkeit besonders zur Geltung, weil jede einzelne Fläche groß genug ist, um ihre Zeichnung zu zeigen. Wer ein zurückhaltendes Bild bevorzugt, findet in der Sortierung Natur die ruhigere Alternative.
Seekiefer, botanisch Pinus pinaster, stammt von der europäischen Atlantikküste, überwiegend aus Südwestfrankreich und Portugal. Das milde Seeklima lässt den Baum zügig wachsen, was die ausgeprägte Zeichnung und die deutlich abgesetzten Jahresringe erklärt. Der verhältnismäßig hohe Harzanteil gibt dem Holz seinen warmen, honigfarbenen Grundton, der unter Lichteinfluss über die Jahre nachdunkelt und satter wird.
Als Nadelholz ist Seekiefer weicher als Eiche oder Esche. Absätze, Möbelfüße und Steinchen unter der Schuhsohle hinterlassen Druckstellen, und das ist bei diesem Holz keine Ausnahme, sondern der Normalfall. In der Sortierung Rustikal geht das im Gesamtbild weitgehend unter, viele Bauherren schätzen die entstehende Patina ausdrücklich. Für einen stark begangenen Flur oder gewerblich genutzte Räume wäre ein Laubholz die passendere Entscheidung.
21 mm Stärke bedeuten eine echte Massivholzdiele, keine Mehrschichtdiele mit dünner Nutzschicht. Ein solcher Boden lässt sich drei bis vier Mal vollständig abschleifen und steht danach wieder wie am ersten Tag da. Über zwanzig oder dreißig Jahre gerechnet ist das der entscheidende Unterschied zu jedem Fertigparkett, bei dem nach dem zweiten Schliff die Nutzschicht aufgebraucht ist. Die umlaufende Microfase zeichnet jede Diele mit einer feinen Schattenlinie nach und nimmt zugleich minimale Höhenunterschiede zwischen benachbarten Dielen optisch auf.
Geliefert wird unbehandelt. Die endgültige Optik entsteht damit erst im Haus, nach dem Verlegen und dem Schliff: klar geölt bleibt der warme Naturton erhalten, ein weiß pigmentiertes Öl wirkt dem Nachdunkeln entgegen, farbige Laugen führen zu grauen oder dunklen Tönen. Unbehandelt bleiben darf der Boden nicht, denn rohes Nadelholz nimmt Flecken sofort und dauerhaft auf.
Vor dem Verlegen ist eine Akklimatisierung erforderlich, mehrere Tage in ungeöffneten Paketen und unter den Bedingungen, die später im Betrieb herrschen. Gerade bei 206 mm Breite lohnt sich hier Geduld, weil sich eine zu feucht eingebaute breite Diele im ersten Winter am deutlichsten zurückzieht.
Verlegt wird vollflächig verklebt auf einem tragfähigen, trockenen Untergrund oder verdeckt genagelt beziehungsweise verschraubt auf Lagerhölzern. Schwimmende Verlegung kommt bei Massivholz nicht in Frage, bei dieser Breite erst recht nicht. An Wänden und aufgehenden Bauteilen bleibt eine Randfuge, die die Sockelleiste später verdeckt.
Über einer Fußbodenheizung ist dieses Format nur eingeschränkt sinnvoll. Massivholz von 21 mm Stärke setzt der Wärme spürbaren Widerstand entgegen, und die trockene Heizperiode verstärkt genau die Fugenbildung, die bei breiten Dielen ohnehin am deutlichsten ausfällt. Wer trotzdem über einer Heizung verlegen will, klärt die Eignung vorab mit dem Heizungsbauer und verklebt zwingend vollflächig.
Zur Pflege genügen Kehren oder Saugen sowie nebelfeuchtes Wischen mit einem Mittel, das zum verwendeten Öl passt. Stehendes Wasser ist zu vermeiden. Örtliche Druckstellen und Kratzer lassen sich anschleifen und nachölen, ohne dass der gesamte Raum bearbeitet werden muss.
Die Ware trägt das Green-Choice-Siegel unseres Lieferanten. Dieselbe Seekiefer führen wir in 146 und 176 mm Breite sowie in der ruhigeren Sortierung Natur und in fertig geölten Ausführungen. Dieses 206 mm Format ist die Wahl für großzügige Räume, in denen der Boden eine ruhige, zusammenhängende Fläche bilden soll statt eines Streifenmusters.
Eigenschaften
| Art der Verlegung | verschraubt |
|---|---|
| Behandlung | unbehandelt |
| Deckbreite | 200 mm |
| Dielenart | Massivholzdielen |
| Einsatzort | Innenbereich |
| Feuchtraumgeeignet | nein |
| Fussbodenheizung geeignet | nein |
| Holzart | Seekiefer |
| Klammerboden | nein |
| Oberfläche | gehobelt |
| Schlossdielen | Dielen im XXL-Format |
| Sortierung | Rustikal |
| Zertifizierung | Green Choice |
| Gewicht | 4,33 kg |
| Breite | 206 mm |
| Stärke | 21 mm |