Massivholzdielen, Seekiefer, 21×176 mm, Natur, weiß naturgeölt, gebürstet rundum Nut & Feder, mit Microfase
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| Menge | Preis / m² | Rabatt |
|---|---|---|
| bis 99 m² | 47,67 € | — |
| bis 199 m² | 45,27 € | — |
| bis 299 m² | 44,34 € | — |
| ab 300 m² | 42,90 € | — |
Produktinformationen „Massivholzdielen, Seekiefer, 21 x 176 mm, Natur, weiß naturgeölt, gebürstet, rundum Nut & Feder, mit Microfase"
Gebürstet heißt, dass die weichen Frühholzanteile mit rotierenden Bürsten leicht ausgewaschen wurden, während die härteren Spätholzstreifen stehen bleiben. Zurück bleibt eine spürbare, feine Struktur, die den natürlichen Aufbau des Holzes nachzeichnet. Der Unterschied zur glatt gehobelten Ausführung ist mit den Fingern deutlicher als mit den Augen: die Fläche fühlt sich lebendig an, wirkt weniger technisch und verzeiht im Alltag mehr.
Das ist der eigentliche Grund für diese Ausführung. Eine gebürstete Oberfläche kaschiert Gebrauchsspuren erheblich besser als eine glatte, weil das Auge bereits Struktur erwartet und einzelne Kratzer oder Druckstellen darin untergehen. Bei einem Nadelholz wie Seekiefer, das als Boden zwangsläufig Spuren annimmt, ist das ein handfester Vorteil und nicht nur eine Frage des Geschmacks.
Dazu kommt die weiße Ölung. Seekiefer dunkelt unter Lichteinfluss nach, der warme Grundton vertieft sich über die Jahre ins Goldgelbe. Weiße Pigmente im Öl halten die Fläche hell und wirken diesem Nachdunkeln entgegen. In der gebürsteten Ausführung sammelt sich das Pigment zusätzlich in den ausgewaschenen Frühholzzonen, wodurch die Struktur optisch hervortritt und ein Boden entsteht, der hell wirkt und trotzdem Tiefe hat. Diese Kombination erreicht keine glatte Weißölung.
Ausgewiesen ist die Ware in der Sortierung Standard mit der Kennzeichnung Natur. Das Astbild ist gleichmäßig, die Farbunterschiede zwischen den Dielen halten sich in Grenzen. Für eine gebürstete Weißölung ist das die richtige Grundlage, weil sehr kräftige Astpartien das Pigment anders annehmen als das umgebende Holz.
Seekiefer, botanisch Pinus pinaster, wächst an der europäischen Atlantikküste, überwiegend in Südwestfrankreich und Portugal. Das milde Seeklima bringt zügigen Wuchs mit klar abgesetzten Jahresringen hervor, und genau dieser deutliche Wechsel zwischen weichem Früh- und hartem Spätholz macht Seekiefer für das Bürsten besonders geeignet. Bei feinjährigen Hölzern fällt der Effekt schwächer aus.
Das Format misst 176 mm in der Breite und ist rundum mit Nut und Feder versehen, also auch an den Stirnseiten. Das erleichtert den wilden Verband, weil jede Diele an allen vier Kanten geführt wird und Höhenversätze an den Stößen ausgeschlossen sind. Für die Mengenberechnung zählt die Deckbreite, nicht das Gesamtmaß.
Bei 21 mm Stärke handelt es sich um eine echte Massivholzdiele. Drei bis vier vollständige Schliffe sind möglich, wobei ein Hinweis dazugehört: ein Schliff nimmt die Bürststruktur weg. Wer sie erhalten möchte, arbeitet über die Jahre mit örtlichem Anschleifen und Nachölen statt mit einem Vollschliff, was bei einem geölten Boden ohnehin der übliche Weg ist. Ein Vollschliff bleibt die Reserve für den Fall, dass der Boden nach zwanzig Jahren komplett neu aufgesetzt werden soll.
Als Nadelholz ist Seekiefer weicher als Eiche, Druckstellen von Absätzen und Möbelfüßen gehören dazu. In dieser Ausführung fallen sie am wenigsten auf, weil Struktur und heller Ton zusammenarbeiten. Filzgleiter unter Möbeln und eine Matte am Eingang bleiben trotzdem sinnvoll.
Vor dem Verlegen ist eine Akklimatisierung nötig, mehrere Tage in ungeöffneten Paketen unter den späteren Betriebsbedingungen. Massivholz arbeitet mit dem Raumklima, ideal sind etwa 18 bis 22 Grad und 40 bis 60 Prozent relative Luftfeuchte. In der Heizperiode zeigen sich feine Fugen zwischen den Dielen, die sich im Sommer wieder schließen.
Verlegt wird vollflächig verklebt auf tragfähigem, trockenem Untergrund oder verdeckt genagelt beziehungsweise verschraubt auf Lagerhölzern. Schwimmende Verlegung ist bei Massivholz nicht vorgesehen. An Wänden und aufgehenden Bauteilen bleibt eine Randfuge für die Sockelleiste.
Über einer Fußbodenheizung gilt Zurückhaltung. 21 mm Massivholz aus Nadelholz mindert die Heizleistung spürbar, und die trockene Heizperiode verstärkt die Fugenbildung. Die Eignung gehört vorab mit dem Heizungsbauer geklärt, verklebt wird vollflächig.
Zur Pflege gehört ein weiß pigmentiertes Mittel, das zum Erstöl passt, sonst wird die Fläche mit jeder Reinigung ein wenig gelber. Beim Wischen einer gebürsteten Oberfläche empfiehlt sich die Bewegung in Faserrichtung, damit sich in den Vertiefungen kein Schmutzfilm aufbaut. Ansonsten genügen Kehren oder Saugen und nebelfeuchtes Wischen, stehendes Wasser ist zu vermeiden.
Die Ware trägt das Green-Choice-Siegel unseres Lieferanten. Glatt gehobelt gibt es dieselbe weiße Ölung, wenn die Struktur nicht gewünscht ist, dazu Schwarz, Bronze, Praline und den klaren Naturton. Diese gebürstete Ausführung ist unter allen die alltagstauglichste, weil sie Helligkeit und Spurentoleranz miteinander verbindet.
Eigenschaften
| Art der Verlegung | verschraubt |
|---|---|
| Behandlung | weiß naturgeölt |
| Deckbreite | 170 mm |
| Dielenart | Massivholzdielen |
| Einsatzort | Innenbereich |
| Feuchtraumgeeignet | nein |
| Fussbodenheizung geeignet | nein |
| Holzart | Seekiefer |
| Klammerboden | nein |
| Oberfläche | gebürstet |
| Sortierung | Natur |
| Zertifizierung | Green Choice |
| Gewicht | 3,7 kg |
| Breite | 176 mm |
| Stärke | 21 mm |