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Massivholzdielen, Seekiefer, 21×176 mm, Natur, praline naturgeölt, gealtert rundum Nut & Feder, mit Microfase

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Produktinformationen „Massivholzdielen, Seekiefer, 21 x 176 mm, Natur, praline naturgeölt, gealtert, rundum Nut & Feder, mit Microfase"

Von allen Seekiefer-Böden in unserem Sortiment ist dieser der pflegeleichteste, und das liegt an einer Kombination, die selten bewusst gewählt wird. Ein mittelheller, warmer Farbton zeigt weder Staub, wie es eine dunkle Fläche tut, noch helle Kratzer, wie es eine weiße tut. Dazu kommt eine gealterte Oberfläche, auf der einzelne Druckstellen schlicht untergehen, weil das Auge ohnehin Unregelmäßigkeit erwartet. Wer Kinder, Hunde oder schlicht wenig Lust auf Bodenpflege hat, findet hier die vernünftigste Wahl der ganzen Reihe.

Praline beschreibt den Farbton: ein warmes Karamell, das den natürlichen Ton der Seekiefer um eine Stufe vertieft, ohne ihn zu verlassen. Gegenüber Bronze, dem zweiten gealterten Ton, bleibt Praline heller und freundlicher. Die Entscheidung zwischen beiden hängt weniger vom Geschmack als vom Licht ab: Praline funktioniert auch in nach Norden ausgerichteten oder kleinen Räumen, Bronze verlangt Tageslicht, um nicht schwer zu wirken.

Gealtert bedeutet, dass die Oberfläche vor dem Ölen mechanisch bearbeitet wurde. Die weichen Frühholzzonen sind ausgewaschen, die Kanten leicht gebrochen, die Fläche zeigt eine unregelmäßige, handwerkliche Struktur. Ein solcher Boden sieht vom ersten Tag an nach gelebtem Raum aus. In Altbauwohnungen, zu alten Möbeln und in Landhausküchen ist das häufig genau das Gesuchte, in einem streng modernen Interieur dagegen ein Bruch.

Das Pigment sitzt im Öl und deckt nicht ab. Die Maserung bleibt sichtbar und tritt durch die ausgewaschene Struktur sogar deutlicher hervor, weil sich in den weichen Zonen mehr Pigment sammelt als auf den harten Spätholzstreifen. Von Diele zu Diele entsteht dadurch ein lebendiges, aber nicht unruhiges Bild.

Die Sortierung ist Standard mit der Kennzeichnung Natur, also gleichmäßiges Astbild und begrenzte Farbunterschiede. Bei einer gealterten Oberfläche liefert die Struktur bereits genug Bewegung, ein sehr lebhaftes Astbild würde die Fläche überfrachten.

Seekiefer, botanisch Pinus pinaster, wächst an der europäischen Atlantikküste, überwiegend in Südwestfrankreich und Portugal. Der zügige Wuchs im milden Seeklima erzeugt klar abgesetzte Jahresringe, und dieser deutliche Wechsel zwischen weichem Früh- und hartem Spätholz ist die Voraussetzung dafür, dass eine gealterte Bearbeitung überhaupt Wirkung zeigt. Bei feinjährigen Hölzern bliebe der Effekt schwach.

Als Nadelholz ist Seekiefer weicher als Eiche, Druckstellen von Absätzen und Möbelfüßen gehören dazu. Sie fallen hier weniger auf als auf jeder anderen Ausführung, trotzdem verlängern Filzgleiter unter Möbeln und eine Matte am Eingang die Zeit bis zum ersten Nacharbeiten deutlich.

Das Format misst 176 mm in der Breite und ist rundum mit Nut und Feder versehen, also auch stirnseitig. Jede Diele wird an allen vier Kanten geführt, Höhenversätze an den Stößen sind ausgeschlossen. Für die Mengenberechnung zählt die Deckbreite, nicht das Gesamtmaß, und genau dort entstehen die meisten Rechenfehler beim Bestellen.

Bei 21 mm Stärke handelt es sich um eine echte Massivholzdiele. Drei bis vier vollständige Schliffe wären technisch möglich, doch ein Vollschliff nimmt sowohl Struktur als auch Pigment weg und hinterlässt einen glatten, hellen Kiefernboden. Wer die Optik erhalten will, arbeitet über die Jahre mit örtlichem Anschleifen und Nachölen im selben Ton, was bei geölten Böden ohnehin der übliche Weg ist. Der Vollschliff bleibt die Reserve für einen kompletten Neuanfang nach Jahrzehnten, und dass diese Reserve existiert, unterscheidet eine Massivholzdiele von jedem Fertigparkett.

Die umlaufende Microfase betont jede Diele mit einer feinen Schattenlinie, was zur gealterten Optik passt, weil sie das einzelne Brett sichtbar lässt statt eine durchgehende Fläche vorzutäuschen.

Vor dem Verlegen ist eine Akklimatisierung nötig, mehrere Tage in ungeöffneten Paketen unter den späteren Betriebsbedingungen. Massivholz arbeitet mit dem Raumklima, ideal sind etwa 18 bis 22 Grad und 40 bis 60 Prozent relative Luftfeuchte. In der Heizperiode zeigen sich feine Fugen zwischen den Dielen, die sich im Sommer wieder schließen.

Verlegt wird vollflächig verklebt auf tragfähigem, trockenem Untergrund oder verdeckt genagelt beziehungsweise verschraubt auf Lagerhölzern. Schwimmende Verlegung ist bei Massivholz nicht vorgesehen. An Wänden und aufgehenden Bauteilen bleibt eine Randfuge für die Sockelleiste.

Über einer Fußbodenheizung gilt Zurückhaltung. 21 mm Massivholz aus Nadelholz mindert die Heizleistung, und die trockene Heizperiode verstärkt die Fugenbildung. Die Eignung gehört vorab mit dem Heizungsbauer geklärt, verklebt wird in jedem Fall vollflächig.

Zur Pflege ist ein Pflegemittel im passenden Farbton zu verwenden, damit die Fläche nicht mit jeder Reinigung heller wird. Gewischt wird nebelfeucht und in Faserrichtung, damit sich in den Vertiefungen kein Schmutzfilm aufbaut. Stehendes Wasser ist zu vermeiden.

Die Ware trägt das Green-Choice-Siegel unseres Lieferanten. Im gealterten Ton Bronze gibt es die dunklere Alternative, dazu führen wir Weiß, Schwarz, den klaren Naturton sowie unbehandelte Dielen zur eigenen Farbgebung.

Eigenschaften

Art der Verlegung verschraubt
Behandlung praline geölt
Deckbreite 170 mm
Dielenart Massivholzdielen
Einsatzort Innenbereich
Feuchtraumgeeignet nein
Fussbodenheizung geeignet nein
Holzart Seekiefer
Klammerboden nein
Oberfläche gealtert
Sortierung Natur
Zertifizierung Green Choice
Gewicht 3,7 kg
Breite 176 mm
Stärke 21 mm

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