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LIGNIA® Terrassendielen, 20×190 mm, KD, glatt/glatt, *Sortierausschuss*

ab 8,47 € / lfm

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Produktinformationen „LIGNIA® Terrassendielen, 20 x 190 mm, KD, glatt/glatt"

LIGNIA ist kein Tropenholz und kein imprägniertes Nadelholz, sondern modifiziertes Holz. Ausgangsmaterial ist schnell wachsende Radiata-Kiefer aus Plantagenanbau, die unter Druck mit Harz durchtränkt und anschließend ausgehärtet wird. Das Harz sitzt danach dauerhaft in der Zellstruktur und nicht als Schicht auf der Oberfläche. Das Ergebnis ist ein Holz, das die natürliche Dauerhaftigkeitsklasse 1 erreicht, also dieselbe Einstufung wie Teak oder Ipe, ohne dass dafür ein tropischer Baum gefällt oder ein Biozid eingesetzt werden muss.

Für die Praxis bedeutet Klasse 1 die höchste Beständigkeit gegen Pilzbefall und Fäulnis, die es gibt. Anders als bei einer Imprägnierung, die mit den Jahren auswaschen kann, verändert die Modifizierung das Holz selbst und hält deshalb über die gesamte Lebensdauer. Das ist der eigentliche Unterschied zu kesseldruckimprägnierter Ware, die äußerlich ähnlich beworben wird.

Diese Ware ist als Sortierausschuss ausgewiesen, wie es der Produktname angibt. Sie kann in Farbspiel, Oberflächenbild und Struktur deutlich vom Standardsortiment abweichen, mit stärkeren Farbunterschieden zwischen den Dielen, sichtbaren Bearbeitungsspuren oder Maßtoleranzen. Die Modifizierung und damit die Dauerhaftigkeitsklasse sind davon nicht betroffen, denn sie stecken im Material und nicht in der Optik. Wer eine Terrasse in Klasse-1-Qualität zu einem Bruchteil des üblichen Preises bauen will und mit einem unruhigeren Bild leben kann, findet hier eine ungewöhnliche Gelegenheit. Die jeweils gültigen Sortierbestimmungen sollten vor dem Kauf geprüft werden.

Mit 190 mm ist diese Diele auffallend breit. Übliche Terrassenformate liegen zwischen 120 und 145 mm, hier steht deutlich mehr Fläche je Brett. Der Effekt ist eine ruhigere Terrasse mit weniger Fugen, was besonders auf größeren Flächen zur Geltung kommt. Weil modifiziertes Holz erheblich formstabiler ist als unbehandeltes Nadelholz, lässt sich diese Breite bei 20 mm Stärke überhaupt sinnvoll anbieten; ein gewöhnliches Nadelholz würde in dieser Kombination schüsseln.

Beide Seiten sind glatt gehobelt, die Diele ist nicht seitlich genutet. Befestigt wird also von oben verschraubt, nicht mit verdeckten Clips. Das ist bei einer 190 mm breiten Diele ohnehin die richtige Wahl, denn eine breite Diele braucht zwei Befestigungspunkte je Auflager, um sicher geführt zu bleiben, und das leisten Clip-Systeme in dieser Breite nicht.

Die Farbe ist ein warmes Braun, das an dunkles Hartholz erinnert. Unbehandelt geht es unter Bewitterung wie jedes Außenholz in eine silbergraue Patina über, ohne dass die Dauerhaftigkeit darunter leidet. Wer den braunen Ton halten möchte, arbeitet ein- bis zweimal jährlich mit einem Terrassenöl für Harthölzer.

Die Ausblutung ist als minimal eingestuft, und das ist gegenüber Bangkirai, Cumaru oder Bongossi ein handfester Vorteil. Helle Flächen unter und neben der Terrasse, also Beton, Naturstein oder verputzte Sockel, bleiben von den bräunlichen Auswaschungen verschont, die bei gerbstoffreichen Harthölzern in den ersten Monaten auftreten. Bei einer Terrasse an einem hellen Sockel oder über einer gepflasterten Fläche erspart das eine ganze Reihe von Vorsichtsmaßnahmen.

Die Dielen sind kammergetrocknet (KD). Angeboten werden die Längen 2440 und 3000 mm. Für die Unterkonstruktion sind bei 20 mm Stärke Auflagerabstände von 35 bis 40 cm angemessen, bei dieser Breite eher am unteren Ende, weil die Fläche gehalten werden muss. Als Unterbau eignen sich Hartholzkanthölzer oder Aluminiumprofile, dazu ein Gefälle von etwa zwei Prozent, durchgehende Hinterlüftung, ausreichender Abstand zum Erdreich und Auflagepads an jeder Kontaktstelle.

Zum Verschrauben empfehlen wir Edelstahlschrauben A2 (V2A), bei sichtbarer Verschraubung, in Küsten- oder Poolnähe sowie bei besonders gerbstoffreichen Hölzern besser A4 (V4A), damit sich um die Schraubenköpfe keine dunklen Gerbstoffränder bilden. Vorgebohrt wird in Endnähe, bei 190 mm Breite gehören zwei Schrauben je Auflager gesetzt, jeweils mit Abstand zur Kante.

Zwischen den Dielen gehört eine Fuge von etwa fünf bis acht Millimetern, an Wänden ebenfalls Luft. Schnittkanten werden mit einem Hirnholzschutz behandelt. Ein Hinweis zum Zuschnitt: modifiziertes Holz ist härter als das Ausgangsmaterial vermuten lässt, hartmetallbestückte Sägeblätter sind sinnvoll.

Zertifiziert ist die Ware nach FSC® Mix Credit, dazu kommt das Green-Choice-Siegel unseres Lieferanten. Für Bauherren, die ein Klasse-1-Holz ohne tropische Herkunft suchen, ist LIGNIA eine der wenigen ernsthaften Antworten am Markt, und in dieser Sortierung die mit Abstand günstigste. In 143 mm Breite führen wir dasselbe Material seitlich genutet für verdeckte Befestigung.

Eigenschaften

Holzart Radiata Pine (Lignia)
Sichtseite glatt
Ausblutung minimal
Behandlung mit Harz modifziert
Dauerhaftigkeitsklasse 1
Einsatzort Außenbereich
Farbgebung braun
Oberfläche gehobelt
Seitlich genutet nein
Sortierung Sortierrücklagen
Trocknung KD = kammergetrocknet
Zertifizierung FSC® Mix Credit, Green Choice
Gewicht 6,12 kg
Breite 190 mm
Stärke 20 mm

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