Massivholzdielen, Seekiefer, 21×146 mm, Natur, unbehandelt mit Microfase
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| Menge | Preis / m² | Rabatt |
|---|---|---|
| bis 99 m² | 42,03 € | — |
| bis 199 m² | 39,92 € | — |
| bis 299 m² | 39,10 € | — |
| ab 300 m² | 37,84 € | — |
Produktinformationen „Massivholzdielen, Seekiefer, 21 x 146 mm, Natur, unbehandelt mit Microfase"
Zwischen den Sortierungen Natur und Rustikal liegt bei Seekiefer der größte optische Unterschied im gesamten Sortiment, und er entscheidet über den Charakter eines Raumes. Natur bedeutet ein ruhiges, weitgehend gleichmäßiges Flächenbild: kleinere, fest verwachsene Äste, begrenzte Farbunterschiede zwischen den Dielen, eine gleichmäßig durchlaufende Maserung. Der Boden tritt damit als zusammenhängende Fläche in Erscheinung und ordnet sich der Einrichtung unter, statt ihr die Aufmerksamkeit streitig zu machen. Rustikal dagegen bringt kräftige Astbilder und deutliche Farbsprünge mit. Beides ist eine bewusste Entscheidung, keine Frage von besser oder schlechter, und beides hat seinen Preis: Natur ist die aufwendigere Auslese und liegt entsprechend höher.
Wo diese Sortierung ihre Stärke ausspielt, ist überall dort, wo der Boden große zusammenhängende Flächen bildet oder wo bereits viel im Raum passiert. In offenen Wohnbereichen, unter einer auffälligen Küche, in Räumen mit gemusterten Textilien oder starker Möblierung wirkt ein ruhiger Boden ordnend. Auch für die spätere Weißölung ist Natur die bessere Grundlage, weil sehr kräftige Astpartien Pigment anders annehmen als das umgebende Holz.
Seekiefer, botanisch Pinus pinaster, wächst an der europäischen Atlantikküste, überwiegend in Südwestfrankreich und Portugal. Das milde Seeklima lässt den Baum zügig wachsen, was zu klar abgesetzten Jahresringen und der typischen lebendigen Zeichnung führt. Auch in der Sortierung Natur bleibt Seekiefer ein ausdrucksstarkes Holz, sie nimmt ihm nur die Unruhe, nicht den Charakter. Der verhältnismäßig hohe Harzanteil sorgt für den warmen, honigfarbenen Grundton, der unter Lichteinfluss über die Jahre nachdunkelt.
Als Nadelholz ist Seekiefer deutlich weicher als Eiche. Absätze, Möbelfüße und Steinchen unter der Schuhsohle hinterlassen Druckstellen, und auf einer ruhigen Fläche fallen diese eher auf als auf einem rustikalen Boden, weil weniger Zeichnung davon ablenkt. Wer die Sortierung Natur wegen ihrer Ruhe wählt, sollte deshalb konsequent mit Filzgleitern arbeiten und am Eingang eine Schmutzfangmatte vorsehen. Für stark begangene Flure oder gewerbliche Räume bleibt ein Laubholz die passendere Wahl.
Mit 21 mm Stärke handelt es sich um eine echte Massivholzdiele, nicht um eine Mehrschichtdiele mit dünner Nutzschicht. Drei bis vier vollständige Schliffe sind über die Lebensdauer möglich, danach steht der Boden wieder wie am ersten Tag da. Bei einem Boden, der wegen seines ruhigen Bildes gekauft wurde, ist das besonders wertvoll: nach zwanzig Jahren lässt sich das ursprüngliche Erscheinungsbild vollständig wiederherstellen. Die Breite von 146 mm ergibt ein klassisches Dielenbild, das auch in kleineren Räumen und in Altbauten mit unregelmäßigen Grundrissen stimmig wirkt.
Die umlaufende Microfase betont jede Diele mit einer feinen Schattenlinie. Sie erfüllt zugleich eine praktische Aufgabe, denn minimale Höhenunterschiede zwischen benachbarten Dielen, wie sie bei Massivholz im Jahresverlauf entstehen, verschwinden optisch in der Fase statt als Kante spürbar zu werden.
Geliefert wird unbehandelt. Die endgültige Optik entsteht damit erst im Haus, nach dem Verlegen und dem Schliff. Klar geölt bleibt der warme Naturton, ein weiß pigmentiertes Öl hält die Fläche hell und wirkt dem Nachdunkeln entgegen, farbige Laugen führen zu grauen oder dunklen Tönen. Unbehandelt bleiben darf der Boden nicht, denn rohes Nadelholz nimmt Flecken sofort und dauerhaft auf.
Vor dem Verlegen ist eine Akklimatisierung erforderlich, mehrere Tage in ungeöffneten Paketen unter den Bedingungen, die später im Raum herrschen. Massivholz arbeitet mit dem Raumklima, ideal sind etwa 18 bis 22 Grad und 40 bis 60 Prozent relative Luftfeuchte. In der Heizperiode zeigen sich feine Fugen zwischen den Dielen, die sich im Sommer wieder schließen. Auf einem ruhigen Boden fallen auch diese Fugen stärker auf, ein weiterer Grund, das Raumklima stabil zu halten.
Verlegt wird vollflächig verklebt auf tragfähigem, trockenem Untergrund oder verdeckt genagelt beziehungsweise verschraubt auf Lagerhölzern. Eine schwimmende Verlegung kommt bei Massivholz nicht in Frage. An Wänden und aufgehenden Bauteilen bleibt eine Randfuge, die die Sockelleiste später verdeckt.
Über einer Fußbodenheizung ist Zurückhaltung angebracht. 21 mm Massivholz aus Nadelholz mindert die Heizleistung spürbar, und die trockene Heizperiode verstärkt die Fugenbildung. Wer dennoch darüber verlegen möchte, klärt die Eignung vorab mit dem Heizungsbauer und verklebt in jedem Fall vollflächig.
Zur Pflege eines geölten Bodens genügen Kehren oder Saugen sowie nebelfeuchtes Wischen mit einem Mittel, das zum verwendeten Öl passt. Stehendes Wasser ist zu vermeiden. Einzelne Druckstellen und Kratzer lassen sich örtlich anschleifen und nachölen, ohne den gesamten Raum zu bearbeiten.
Die Ware trägt das Green-Choice-Siegel unseres Lieferanten. In derselben Breite führen wir die lebhaftere Sortierung Rustikal zu einem günstigeren Preis, in 176 und 206 mm zusätzlich breitere Formate sowie fertig geölte Ausführungen in Weiß, Schwarz, Bronze und Praline. Diese Diele in der Sortierung Natur ist die Wahl für alle, die einen Massivholzboden als ruhige Fläche verstehen und die Farbgebung selbst bestimmen möchten.
Eigenschaften
| Art der Verlegung | verschraubt |
|---|---|
| Behandlung | unbehandelt |
| Deckbreite | 140 mm |
| Dielenart | Massivholzdielen |
| Einsatzort | Innenbereich |
| Feuchtraumgeeignet | nein |
| Fussbodenheizung geeignet | nein |
| Holzart | Seekiefer |
| Klammerboden | nein |
| Oberfläche | gehobelt |
| Sortierung | Natur |
| Zertifizierung | Green Choice |
| Gewicht | 3,99 kg |
| Breite | 146 mm |
| Stärke | 21 mm |