Guyana Ipe (Tanimbuca) Rhombusleisten, 25×65 mm, KD, 30° Schräge, gehobelt, Kanten gerundet
ab 4,57 € / lfm
Produktinformationen „Guyana Ipe (Tanimbuca) Rhombusleisten, 25 x 65 mm, KD, 30° Schräge, gehobelt, Kanten gerundet"
Zur Bezeichnung gehört eine Klarstellung, die im Handel oft unterbleibt: Tanimbuca ist botanisch nicht mit Ipe verwandt. Der Name Guyana Ipe ist ein Handelsname, der auf die ähnliche Optik und die vergleichbare Härte anspielt, nicht auf die Art. Wer echtes Ipe sucht, bekommt es unter diesem Namen nicht. Wer ein dichtes, dauerhaftes südamerikanisches Hartholz für eine Fassade sucht und den Namen nicht überbewertet, findet hier ein sehr gutes Material zu einem Preis, den echtes Ipe nicht erreicht.
Die auffälligste Eigenschaft dieses Profils steckt in der Schräge. Rhombusleisten haben üblicherweise 15 Grad, hier sind es 30. Der doppelte Winkel verändert das Fassadenbild deutlich: das Wasser läuft steiler und schneller nach außen ab, und die Schattenkante zwischen zwei Leisten wird tiefer und schärfer. Aus der Entfernung wirkt eine solche Fassade stärker gegliedert und plastischer, fast wie eine Lamellenkonstruktion. Wer die ruhige, flächige Wirkung einer klassischen Rhombusfassade sucht, ist mit 15 Grad besser bedient; wer Tiefe und Struktur will, wählt bewusst diese Ausführung.
Mit 25 mm Stärke liegt das Profil deutlich über dem üblichen Maß von 20 oder 21 mm. Das verstärkt den Effekt der steilen Schräge noch, weil mehr Material zur Verfügung steht, aus dem der Winkel geschnitten wird, und es erlaubt größere Abstände zwischen den Auflagern. Bei Zäunen mit weit gesetzten Pfosten ist das der Unterschied zwischen einer geraden und einer durchhängenden Fläche.
Tanimbuca ist ein dichtes, schweres Hartholz aus Guyana mit einem warmen, mittelbraunen bis olivbraunen Grundton. Unbehandelt vergraut es wie jedes Außenholz zu einem gleichmäßigen Silbergrau. An einer Fassade läuft dieser Vorgang ungleichmäßig ab, weil Bereiche unter einem Dachüberstand kaum Regen abbekommen und jahrelang dunkel bleiben. Wer ein einheitliches Bild möchte, arbeitet entweder von Anfang an mit einer Vergrauungslasur oder pflegt mit einer pigmentierten Lasur nach. Der beste Zeitpunkt für den ersten Anstrich ist vor der Montage, allseitig aufgetragen, weil Rückseite und Hirnenden danach nicht mehr erreichbar sind.
Die Leisten sind kammergetrocknet (KD). Bei einem dichten Hartholz ist das nicht selbstverständlich und für ein Fassadenprofil entscheidend, denn eine verdrehte Leiste fällt über ihre gesamte Länge auf und lässt sich weder geradeziehen noch unauffällig austauschen. Die technische Trocknung baut die inneren Spannungen vorab ab.
Angeboten werden die Längen 3650, 3950 und 4250 mm. Damit lassen sich Zaunfelder und Fassadenabschnitte in den meisten Fällen ohne Stoß ausführen, was einem Profil entgegenkommt, dessen Wirkung aus der durchlaufenden Linie entsteht.
Die Verarbeitung verlangt Aufmerksamkeit. Tanimbuca ist hart genug, um gewöhnliche Sägeblätter schnell stumpf zu machen, hartmetallbestückte Blätter sind sinnvoll. Vorbohren ist bei diesem Holz Pflicht, sonst reißen Schrauben ab oder die Leiste spaltet in Endnähe auf.
Zum Verschrauben empfehlen wir Edelstahlschrauben A2 (V2A), bei sichtbarer Verschraubung, in Küsten- oder Poolnähe sowie bei besonders gerbstoffreichen Hölzern besser A4 (V4A), damit sich um die Schraubenköpfe keine dunklen Gerbstoffränder bilden. An einer Fassade laufen solche Ränder senkrecht über die gesamte Höhe und sind noch von der Straße aus zu sehen, weshalb hier die bessere Qualität die richtige Entscheidung ist.
Bei einer Fassade gilt die Hinterlüftung als Grundbedingung. Zwischen Wand und Leisten gehört eine Konterlattung mit mindestens 20 mm durchgehendem Luftraum, unten und oben offen, damit Luft von unten nach oben strömen kann. Insektengitter halten die Öffnungen frei. Ohne funktionierende Hinterlüftung hilft weder die Holzart noch die Behandlung. Bei einem freistehenden Zaun entfällt das, dort umspült die Luft die Leiste ohnehin beidseitig.
Der Abstand zwischen den Leisten liegt üblicherweise zwischen 10 und 20 mm. Bei einer 30-Grad-Schräge lohnt eher das obere Ende, weil die tiefe Schattenfuge ohnehin Dichte erzeugt und ein zu enger Abstand die Fläche schwer wirken lässt. Befestigt wird pro Auflager mit zwei Punkten oder mittig mit einer Schraube, damit die Leiste sich bewegen kann, ohne zu reißen. Schnittkanten werden mit einem Hirnholzschutz behandelt.
Zur Reinigung genügen Wasser und eine weiche Bürste in Faserrichtung. Auf Hochdruckreiniger ist zu verzichten, sie rauen die Oberfläche auf und beschleunigen die Faserlösung.
Die Ware trägt das Green-Choice-Siegel unseres Lieferanten. Rhombusleisten aus Lärche, Douglasie und Thermokiefer führen wir ebenfalls, sämtlich mit 15 Grad Schräge und in schlankeren Querschnitten. Diese Ausführung ist die Wahl, wenn eine Fassade Tiefe zeigen soll und das Material dafür ein dauerhaftes Hartholz sein darf.
Eigenschaften
| Holzart | Tanimbuca (Guyana Ipe) |
|---|---|
| Behandlung | unbehandelt |
| Einsatzort | Außenbereich |
| Holzart | Tanimbuca (Guyana Ipe) |
| Kantenbearbeitung | gerundet |
| Oberfläche | gehobelt |
| Schräge Rhombus | 30° |
| Sortierung | Sortierrücklagen |
| Zertifizierung | Green Choice |
| Gewicht | 4,75 kg |
| Breite | 65 mm |
| Stärke | 25 mm |