Fichte Massivholzdielen, 27×144 mm, Rustikal, rundum Nut & Feder, mit Microfase Deckbreite 132 mm
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Produktinformationen „Fichte Massivholzdielen, 27 x 144 mm, Rustikal, rundum Nut & Feder, mit Microfase, Deckbreite 132 mm"
Sechs Millimeter mehr Stärke gegenüber der 21 mm Diele klingen nach wenig und ändern in der Praxis drei Dinge. Erstens die Tragfähigkeit: 27 mm überbrücken größere Abstände zwischen den Lagerhölzern, was den klassischen Dielenboden ohne durchgehenden Unterboden erst wirtschaftlich macht. Zweitens den Gang: eine 27 mm Diele federt weniger und klingt beim Betreten satter, ein Unterschied, den man mit den Füßen bemerkt, bevor man ihn erklären kann. Drittens die Reserve: mehr Material bedeutet mehr Schliffe über die Lebensdauer, und bei einem weichen Holz wie Fichte ist genau das der entscheidende Punkt.
Fichte ist das weichste der gängigen Bodenhölzer, weicher als Kiefer und deutlich weicher als Eiche. Ein Fichtenboden nimmt Spuren an, schneller und sichtbarer als die meisten erwarten. Absätze, Stuhlbeine, herunterfallende Gegenstände und Hundekrallen hinterlassen Eindrücke. In dieser Stärke lässt sich darauf besser antworten: wo ein 21 mm Boden nach drei Schliffen an seine Grenze kommt, hat eine 27 mm Diele noch Substanz. Für einen Boden, der über Jahrzehnte im Familienalltag stehen soll, ist das die wirtschaftlichere Entscheidung, auch wenn der Einstiegspreis höher liegt.
Ausgewiesen ist die Ware in der Sortierung Rustikal, mit dem für Fichte bekannten Bild: viele überwiegend kleine bis mittlere Äste, gelegentlich größere, Farbunterschiede zwischen den Dielen und die typische helle, fast weißliche bis blassgelbe Grundfarbe. Das ist der Landhaus- und Alpencharakter, den viele bei diesem Holz genau so suchen.
Bei den Lieferlängen zeigt sich die zweite Besonderheit: angeboten werden 3550, 3850, 4450, 4750, 5050 und 5350 mm, also durchweg lange Dielen. Kurze Stücke unter 3,5 Metern gibt es in diesem Format nicht. Das ergibt einen Boden mit auffallend wenigen Querstößen, in vielen Räumen sogar durchgehende Dielen von Wand zu Wand. In langen Fluren, großen Wohnräumen und Altbauzimmern ist dieser Eindruck von Ruhe kaum durch etwas anderes zu ersetzen.
Das Format misst 144 mm in der Breite bei 132 mm Deckbreite. Die Differenz von zwölf Millimetern ist die Feder, die in der Nut verschwindet. Für die Mengenberechnung zählt allein die Deckbreite, und weil die Differenz hier ungewöhnlich groß ausfällt, entstehen genau an dieser Stelle die meisten Bestellfehler.
Rundum Nut und Feder heißt, dass auch die Stirnseiten profiliert sind. Jede Diele ist an allen vier Kanten geführt, Höhenversätze an den Stößen sind ausgeschlossen, und Stöße müssen nicht zwingend über einem Lagerholz liegen. Die umlaufende Microfase betont jede Diele mit einer feinen Schattenlinie und fängt zugleich die minimalen Höhenunterschiede auf, die bei Massivholz im Jahresverlauf entstehen.
Geliefert wird unbehandelt. Die Farbgebung entsteht im Haus, nach dem Verlegen und dem Schliff: klar geölt bleibt der helle Naturton, weiß pigmentiert wirkt der Boden nordischer, farbige Laugen führen zu grauen oder gekälkten Tönen. Unbehandelt bleiben darf der Boden nicht, rohes Nadelholz nimmt Flecken sofort auf. Bei Fichte kommt hinzu, dass eine Behandlung die Oberfläche härtet und die Spurenbildung spürbar verlangsamt, sie ist hier also mehr als eine Frage der Optik.
Vor dem Verlegen ist eine Akklimatisierung nötig, mehrere Tage in ungeöffneten Paketen unter den späteren Betriebsbedingungen. Bei diesen Längen und diesem Querschnitt bewegt sich viel Masse, entsprechend lohnt sich Geduld. Massivholz arbeitet mit dem Raumklima, ideal sind etwa 18 bis 22 Grad und 40 bis 60 Prozent relative Luftfeuchte. In der Heizperiode zeigen sich feine Fugen zwischen den Dielen, die sich im Sommer wieder schließen.
Verlegt wird verdeckt genagelt oder verschraubt auf Lagerhölzern, was bei diesem Querschnitt die naheliegende Bauweise ist, alternativ vollflächig verklebt auf tragfähigem, trockenem Untergrund. Schwimmende Verlegung kommt bei Massivholz nicht in Frage. An Wänden und aufgehenden Bauteilen bleibt eine Randfuge für die Sockelleiste. Der Abstand der Lagerhölzer richtet sich nach der Belastung, bei 27 mm sind im Wohnbereich 60 bis 80 cm gebräuchlich.
Über einer Fußbodenheizung ist dieses Format kaum sinnvoll. 27 mm Massivholz aus Nadelholz setzen der Wärme einen erheblichen Widerstand entgegen und mindern die Heizleistung deutlich stärker als eine 21 mm Diele. Wo eine Fußbodenheizung vorhanden ist, ist die dünnere Ausführung die bessere Wahl, und auch dort gehört die Eignung vorab mit dem Heizungsbauer geklärt.
Zur Pflege genügen Kehren oder Saugen und nebelfeuchtes Wischen mit einem passenden Pflegemittel. Stehendes Wasser ist zu vermeiden. Einzelne Druckstellen lassen sich anschleifen und nachölen, was bei Fichte häufiger ansteht als bei härteren Hölzern und mit dieser Materialstärke besonders lange möglich bleibt.
Die Ware trägt das Green-Choice-Siegel unseres Lieferanten. In 21 mm Stärke gibt es dieselbe Diele günstiger, als Schlossdiele in 194 mm Breite für großzügige Räume und in der Sortierung Select fertig geölt, wenn ein ruhiges Astbild gewünscht ist. Diese 27 mm Ausführung ist die Wahl für alle, die einen Dielenboden im klassischen Sinn bauen und ihn an Lagerhölzern befestigen wollen.
Eigenschaften
| Art der Verlegung | verschraubt |
|---|---|
| Behandlung | unbehandelt |
| Deckbreite | 132 mm |
| Dielenart | Massivholzdielen |
| Einsatzort | Innenbereich |
| Feuchtraumgeeignet | nein |
| Fussbodenheizung geeignet | nein |
| Holzart | Fichte |
| Klammerboden | nein |
| Oberfläche | gehobelt |
| Sortierung | Rustikal |
| Zertifizierung | Green Choice |
| Gewicht | 5,57 kg |
| Breite | 144 mm |
| Stärke | 27 mm |