Kanadische Lärche Rhombusleisten, 20×68 mm, KD, 15° Schräge, fein gesägt, Kanten gerundet
ab 1,94 € / lfm
Produktinformationen „Kanadische Lärche Rhombusleisten, 20 x 68 mm, KD, 15° Schräge, fein gesägt, Kanten gerundet"
Die Oberfläche entscheidet bei einer Fassadenleiste darüber, wie lange eine Beschichtung hält. Eine fein gesägte Fläche ist offenporig, sie zieht Lasur, Öl oder Farbe tief ein und bindet erheblich mehr Material als eine gehobelte. Das Ergebnis ist eine gleichmäßigere Deckung und ein längeres Intervall bis zum nächsten Anstrich. Wer eine farbige Fassade plant, eine Vergrauungslasur einsetzen oder das Holz später einmal umfärben will, findet in dieser Ausführung die passende Grundlage. Die glatt gehobelte Schwesterleiste sieht moderner aus, nimmt aber weniger auf und muss entsprechend häufiger nachbehandelt werden.
Unbehandelt geliefert steht die Entscheidung noch offen. Belassen ergibt sich über die Jahre eine silbergraue Fassade mit sichtbarer Sägestruktur, was besonders zu ländlichen und alpinen Bauformen passt. Der beste Zeitpunkt für einen Anstrich liegt allerdings vor der Montage, allseitig aufgetragen, Rückseite und Hirnenden eingeschlossen. Nach dem Anschrauben sind genau diese Flächen unerreichbar, und über sie dringt später die Feuchtigkeit ein.
Das Rhombusprofil selbst ist zur Standardlösung für hinterlüftete Holzfassaden geworden, weil die 15 Grad Schräge Regenwasser nach außen leitet, statt es in die Fuge zu ziehen. Von vorn betrachtet entsteht ein Linienbild aus schmalen Schattenfugen. Die gerundeten Kanten verhindern Splitter und halten die Leiste an ihrer empfindlichsten Stelle stabil, was bei Zäunen mit Handkontakt zusätzlich zählt.
Bei Abmessungen von 20 x 68 mm arbeitet man mit vielen Einzelteilen, entsprechend wichtig ist die Formtreue jeder einzelnen Leiste. Die Leisten sind kammergetrocknet (KD). Gerade bei einer gesägten Oberfläche, die später Lasur aufnehmen soll, zahlt sich das aus: die Beschichtung trägt nur so lange gleichmäßig, wie der Untergrund seine Form behält. Angeboten werden 1830, 2440, 3660, 4270 und 4880 mm, sodass sich Wandhöhen meist ohne Stoß abdecken lassen.
Ausgewiesen ist die Ware in der Sortierung Standard, mit gleichmäßigem Astbild und fest verwachsenen Ästen. Kanadische Lärche stammt aus kühlen nordamerikanischen Lagen und wächst dort langsam, woraus enge Jahresringe und eine hohe Rohdichte folgen. Ihr geringerer Harzgehalt gegenüber europäischer Lärche ist an einer senkrechten Fläche ein echter Vorteil, denn austretendes Harz zieht auf einer Fassade lange sichtbare Spuren und sitzt in einer gesägten Oberfläche besonders fest.
Ohne Hinterlüftung hält keine Holzfassade, unabhängig von Holzart und Anstrich. Zwischen Wand und Leisten gehört eine Konterlattung mit mindestens 20 mm durchgehendem Luftraum, unten und oben offen, damit ein Kaminzug entsteht. Insektengitter halten die Öffnungen frei, ohne den Luftstrom zu unterbinden. Bei waagerechten Rhombusleisten steht die Lattung senkrecht.
Zwischen den Leisten liegen üblicherweise 10 bis 20 mm. Der Abstand bestimmt, wie geschlossen die Fläche wirkt und wie stark ein Zaun aus schrägem Blickwinkel noch durchsichtig bleibt. Da sich die Leistenbreite im Jahresverlauf um Zehntelmillimeter verändert und sich das über eine ganze Wand summiert, wird pro Auflager entweder mit zwei Punkten oder mittig mit einer einzelnen Schraube befestigt, damit die Leiste arbeiten kann, ohne zu reißen. In Endnähe wird vorgebohrt, damit die schmalen Leisten nicht aufspalten, Schnittkanten gehören mit einem Hirnholzschutz behandelt.
Zum Verschrauben empfehlen wir Edelstahlschrauben A2 (V2A), bei sichtbarer Verschraubung, in Küsten- oder Poolnähe sowie bei besonders gerbstoffreichen Hölzern besser A4 (V4A), damit sich um die Schraubenköpfe keine dunklen Gerbstoffränder bilden. An einer Fassade wiegt das schwerer als anderswo: Rostfahnen laufen senkrecht über die gesamte Höhe und sind noch von der Straße aus zu sehen.
Ein Punkt, den viele erst zu spät bemerken, betrifft die ungleichmäßige Vergrauung. Wandbereiche unter einem Dachüberstand bekommen kaum Regen ab und bleiben jahrelang hell, während die frei bewitterten Flächen zügig nachdunkeln. Eine unbehandelte Fassade sieht deshalb über lange Zeit fleckig aus. Zwei Wege führen daran vorbei: entweder von Beginn an eine Vergrauungslasur, die den Endzustand vorwegnimmt, oder eine pigmentierte Lasur, die regelmäßig aufgefrischt wird. Beide funktionieren auf dieser gesägten Oberfläche besser als auf einer gehobelten.
Zur Reinigung genügen Wasser und eine weiche Bürste, geführt in Faserrichtung. Auf Hochdruckreiniger ist zu verzichten, sie tragen eine vorhandene Beschichtung ab und rauen die Sägestruktur zusätzlich auf, wodurch die Fläche danach schneller verschmutzt.
Als Nachweise liegen 70% PEFC und das Green-Choice-Siegel unseres Lieferanten vor. Glatt gehobelt gibt es dieselbe Leiste für eine ruhigere, modernere Fläche, grau vorbehandelt für einen einheitlichen Farbton ab dem ersten Tag. Die fein gesägte Ausführung bleibt die beste Grundlage, wenn die Fassade farbig werden soll, denn keine andere Oberfläche nimmt Lasur so bereitwillig auf.
Eigenschaften
| Holzart | Kanadische Lärche |
|---|---|
| Behandlung | unbehandelt |
| Einsatzort | Außenbereich |
| Holzart | Kanadische Lärche |
| Kantenbearbeitung | gerundet |
| Oberfläche | gehobelt |
| Schräge Rhombus | 15° |
| Sortierung | Sortierrücklagen |
| Zertifizierung | 70% PEFC certified, Green Choice |
| Gewicht | 1,49 kg |
| Breite | 68 mm |
| Stärke | 20 mm |