Massivholzdielen, Eiche, 20x140x500-2000 mm, natur gespachtelt, roh, geschliffen,
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Produktinformationen „Massivholzdielen, Eiche, 20 x 140 x 500-2000 mm, natur gespachtelt, roh, geschliffen"
Eiche ist in Mitteleuropa der Maßstab für Innenböden, und das hat handfeste Gründe. Sie ist erheblich härter als jedes Nadelholz, nimmt Druckstellen von Absätzen und Möbelfüßen deutlich schlechter an und trägt die Beanspruchung eines Flurs oder einer Wohnküche über Jahrzehnte. Ein Fichtenboden nimmt schon im ersten Jahr Patina an, ein Eichenboden sieht nach zehn Jahren noch aus wie ein Boden und nicht wie eine Erinnerung an einen. Wer einmal verlegen und dann Ruhe haben will, landet bei diesem Holz.
Der Preis dafür ist nicht nur der Anschaffungspreis, sondern auch eine Eigenschaft, die viele erst im Nachhinein kennenlernen: Eiche ist ausgesprochen gerbstoffreich. Trifft das Holz auf Eisen und Feuchtigkeit, entstehen sofort tiefblaue bis schwarze Flecken, und die gehen nur durch Abschleifen wieder weg. Stahlwolle beim Reinigen, ein feuchtes Werkzeug, das über Nacht liegen bleibt, eine Vase mit Metallboden, ein rostender Möbelgleiter: all das hinterlässt bleibende Spuren. Beim Verlegen bedeutet das ausschließlich rostfreie Befestigungsmittel, im Alltag ein wenig Umsicht.
Mit 20 mm Stärke handelt es sich um eine echte Massivholzdiele und nicht um eine Mehrschichtdiele mit dünner Nutzschicht. Drei bis vier vollständige Schliffe sind über die Lebensdauer möglich, danach steht der Boden wieder wie neu da. Bei einem Holz, das ohnehin auf Jahrzehnte angelegt ist, entscheidet diese Reserve über den tatsächlichen Wert: ein Fertigparkett ist nach dem zweiten Schliff verbraucht, dieser Boden nicht.
Die Breite von 140 mm ist das klassische Dielenmaß. Es funktioniert in kleinen wie großen Räumen, wirkt in Altbauten mit unregelmäßigen Grundrissen stimmig und bewegt sich im Jahresverlauf deutlich weniger als die breiten Formate, weil Holz in der Breite arbeitet und nicht in der Länge.
Bei der Länge steht eine Angabe, die beim Bestellen regelmäßig übersehen wird: 500 bis 2000 mm. Das bedeutet gemischte Längen im Paket, nicht durchgehend lange Dielen. Kurze Stücke von einem halben Meter liegen neben Dielen von zwei Metern. Verlegt ergibt das ein gestaffeltes Bild mit vielen Stößen, wie man es von historischen Dielenböden kennt. Wer lange, ruhige Dielen erwartet, wird enttäuscht sein, wer den gestaffelten Charakter mag, bekommt ihn zu einem Preis, den durchgehend lange Ware nie erreicht.
Die Spachtelung ist natur ausgeführt. Astlöcher und offene Stellen werden bei Eichendielen mit Spachtelmasse geschlossen, und hier ist diese Masse dem Holzton angeglichen. Die Äste bleiben als Zeichnung sichtbar, treten aber nicht als dunkle Punkte hervor. Das Ergebnis ist eine ruhigere Fläche, in der das Holz als zusammenhängender Boden wirkt. Dieselbe Diele gibt es braun gespachtelt, dort setzt sich die Füllung bewusst ab und betont jeden Ast. Beide Varianten sind identisch im Maß und in der Sortierung und unterscheiden sich ausschließlich in diesem Punkt, und die Entscheidung lässt sich später nicht revidieren.
Die Sortierung ist Standard, mit einem Astbild und Farbunterschieden im mittleren Bereich. In Verbindung mit der unauffälligen Spachtelung ergibt das den ausgewogensten Boden der Reihe: lebendig genug, um nach Holz auszusehen, ruhig genug, um sich der Einrichtung unterzuordnen.
Geliefert wird roh und geschliffen, also ohne Oberflächenbehandlung, aber schleiffertig vorbereitet. Die endgültige Optik entsteht im Haus. Bei einer natur gespachtelten Diele lohnt ein Hinweis: eine Weißölung wirkt hier besonders geschlossen, weil auch die gefüllten Stellen mit aufgehellt werden und die Fläche dadurch ausgesprochen einheitlich erscheint. Klar geölt bleibt der warme, honigfarbene Eichenton. Unbehandelt bleiben darf der Boden nicht, rohe Eiche nimmt Flecken sofort auf. Diese Erstbehandlung ist ein eigener Arbeitsgang und gehört in die Kalkulation.
Vor dem Verlegen ist eine Akklimatisierung nötig, mehrere Tage in ungeöffneten Paketen unter den Bedingungen, die später im Raum herrschen. Massivholz arbeitet mit dem Raumklima, ideal sind etwa 18 bis 22 Grad und 40 bis 60 Prozent relative Luftfeuchte. In der Heizperiode zeigen sich feine Fugen zwischen den Dielen, die sich im Sommer wieder schließen.
Verlegt wird vollflächig verklebt auf tragfähigem, trockenem Untergrund oder verdeckt genagelt beziehungsweise verschraubt auf Lagerhölzern. Schwimmende Verlegung ist bei Massivholz nicht vorgesehen. An Wänden und aufgehenden Bauteilen bleibt eine Randfuge für die Sockelleiste.
Über einer Fußbodenheizung ist Eiche in 20 mm die vernünftigere Wahl als ein dickeres Nadelholz, weil sie dichter ist und Wärme besser leitet. Voraussetzung ist eine vollflächige Verklebung, und die Eignung gehört vorab mit dem Heizungsbauer geklärt.
Zur Pflege genügen Kehren oder Saugen sowie nebelfeuchtes Wischen mit einem passenden Pflegemittel. Stehendes Wasser ist zu vermeiden. Einzelne Stellen lassen sich anschleifen und nachölen, ohne den Raum komplett zu bearbeiten, was bei einem versiegelten Boden nicht möglich wäre.
Zertifiziert ist die Ware nach FSC® 100%. In 160 mm Breite führen wir die markante Sortierung mit großen Ästen, in 200 mm die ruhige Sortierung Natur. Diese Ausführung ist die naheliegende Wahl, wenn der Boden lange halten und dabei zurückhaltend bleiben soll.
Eigenschaften
| Art der Verlegung | vollflächig verklebt oder verschraubt |
|---|---|
| Behandlung | unbehandelt |
| Deckbreite | 140 mm |
| Dielenart | Massivholzdielen |
| Einsatzort | Innenbereich |
| Feuchtraumgeeignet | bedingt (siehe Hinweis) |
| Holzart | Eiche |
| Klammerboden | nein |
| Oberfläche | gespachtelt & geschliffen |
| Sortierung | Natur |
| Spachtelung | natur / neutral |
| Zertifizierung | FSC® 100% |
| Gewicht | 21 kg |
| Breite | 140 mm |
| Stärke | 20 mm |