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Kiefer Terrassendielen, 40×115 mm, kesseldruckimprägniert grün, glatt/glatt, Kanten gefast

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Produktinformationen „Kiefer Terrassendielen, 40 x 115 mm, kesseldruckimprägniert grün, glatt/glatt, Kanten gefast"

Kesseldruckimprägnierung ist der älteste und günstigste Weg, heimisches Nadelholz für den Außenbereich haltbar zu machen. Die Kiefer wird dabei in einem Kessel unter Druck mit einem Holzschutzsalz durchtränkt, das tief in den Splintholzanteil eindringt und dort gegen Pilzbefall und Insekten wirkt. Erreicht wird damit die Gebrauchsklasse, die eine Terrasse im Freien verlangt, bei einem Rohstoff, der vor der Haustür wächst und einen Bruchteil von Tropenholz kostet.

Der Unterschied zu natürlich dauerhaften Hölzern gehört klar benannt: hier stammt die Beständigkeit nicht aus dem Holz selbst, sondern aus dem eingebrachten Schutzmittel. Solange dieses im Holz bleibt, funktioniert es zuverlässig. Deshalb ist die wichtigste Regel bei imprägnierter Ware, dass jeder Zuschnitt eine Schwachstelle schafft: die Schnittfläche ist unbehandeltes Kernholz, und dort dringt Feuchtigkeit ungehindert ein. Jede abgelängte Diele muss an der Schnittfläche mit einem geeigneten Mittel nachbehandelt werden. Wer das auslässt, hat nach wenigen Jahren genau dort den ersten Schaden.

Die grüne Farbe stammt vom Schutzmittel und ist kein Anstrich. Sie verändert sich mit der Bewitterung deutlich: aus dem anfänglichen Grün wird über Monate ein grünbraun bis honigfarbener Ton, und nach ein bis zwei Jahren stellt sich die übliche silbergraue Patina ein. Wer bereits am Verlegetag einen fertigen Farbton erwartet, wird überrascht sein; wer weiß, dass die Fläche sich verändert, plant richtig. Eine Ölung ist möglich, sobald die Ware vollständig durchgetrocknet ist, was bei frisch imprägniertem Holz mehrere Wochen dauern kann.

Ausgewiesen ist die Ware als Sortierrücklagen. Sie kann in Farbspiel, Astanteil, Oberflächenbild oder Struktur vom Standardsortiment abweichen: stärkere Farbunterschiede zwischen einzelnen Dielen, ein höherer oder ungleichmäßiger Astanteil, ungleichmäßige Aufnahme des Schutzmittels oder vereinzelte Hobelfehler. Die Wirksamkeit der Imprägnierung ist davon nicht betroffen, denn die entsteht im Kessel und nicht in der Sortierung. Für eine Terrasse, die ohnehin als Gesamtfläche wahrgenommen wird und deren Farbton sich in den ersten Jahren angleicht, ist das der wirtschaftlichste Weg zu einem imprägnierten Belag. Die gültigen Sortierbestimmungen sollten vor dem Kauf geprüft werden.

Der Querschnitt 40 x 115 mm ist ungewöhnlich: sehr stark bei vergleichsweise schmaler Breite. Diese Kombination ist bewusst gewählt, denn Kiefer ist als Nadelholz weicher und weniger tragfähig als Hartholz, und die Materialstärke gleicht das aus. Mit 40 mm lassen sich Auflagerabstände erreichen, die bei einer 25 mm Hartholzdiele üblich sind, und die schmale Breite hält das Schüsseln in Grenzen, zu dem imprägniertes Nadelholz sonst neigt. Für die Unterkonstruktion sind Abstände von 50 bis 60 cm angemessen.

Die Kanten sind gefast, was Splitter vermeidet. Bei Kiefer ist das mehr als Komfort: Nadelholz splittert im Alter deutlich stärker als Hartholz, und eine gefaste Kante nimmt genau der Stelle die Schärfe, an der man barfuß entlangstreift.

Die Ausblutung ist als minimal eingestuft, und Kiefer gibt kaum Gerbstoffe ab. Helle Flächen unter und neben der Terrasse bleiben von den bräunlichen Auswaschungen verschont, die Bangkirai oder Bongossi in den ersten Monaten abgeben. Das ist einer der unterschätzten Vorzüge dieses Materials.

Frisch imprägniertes Holz ist schwer, weil es die eingebrachte Lösung noch enthält. Beim Handling auf der Baustelle ist das zu berücksichtigen, und die Ware sollte vor dem Verlegen luftig gelagert werden, damit sie ablüften kann.

Zum Verschrauben empfehlen wir Edelstahlschrauben A2 (V2A), bei sichtbarer Verschraubung, in Küsten- oder Poolnähe sowie bei besonders gerbstoffreichen Hölzern besser A4 (V4A), damit sich um die Schraubenköpfe keine dunklen Gerbstoffränder bilden. Bei imprägnierter Ware kommt ein zweiter Grund hinzu: verzinkte Schrauben werden von manchen Holzschutzsalzen angegriffen, Edelstahl nicht. Vorbohren in Endnähe verhindert Aufspalten.

Zwischen den Dielen gehört eine Fuge von etwa fünf bis acht Millimetern. Bei frisch imprägnierter, noch feuchter Ware fällt das Schwindmaß größer aus als bei trockenem Holz, weshalb die Fugen eher knapper gesetzt werden können, wenn die Dielen nass verlegt werden. Wer bereits abgelüftete Ware verlegt, plant die volle Fuge ein.

Zur Pflege genügen Abkehren sowie Wasser und weiche Bürste, bei stärkerer Verschmutzung ein Terrassenreiniger. Hochdruckreiniger und Drahtbürsten sind zu meiden, sie reißen die Fasern auf und begünstigen bei Nadelholz die Splitterbildung erheblich.

Belegt sind 70% PEFC sowie das Green-Choice-Siegel unseres Lieferanten. Wer auf ein imprägniertes Holz verzichten möchte, findet bei uns thermobehandelte Kiefer und modifizierte Hölzer, die ihre Beständigkeit ohne Schutzmittel erreichen, sowie natürlich dauerhafte Harthölzer. Diese Ausführung ist die günstigste Terrasse im Sortiment und bleibt bei sauberer Verarbeitung viele Jahre in Betrieb.

Eigenschaften

Ausblutung minimal
Behandlung kesseldruckimprägniert
Dauerhaftigkeitsklasse 2
Einsatzort Außenbereich
Farbgebung grünbraun
Holzart Kiefer KDI
Oberfläche gehobelt
Seitlich genutet nein
Sichtseite glatt
Sortierung Standard
Zertifizierung 70% PEFC certified, Green Choice
Gewicht 14,36 kg
Breite 115 mm
Stärke 40 mm