Bangkirai Terrassendielen, 21×145 mm, KD, glatt/glatt, *PREMIUM*
ab 11,30 € / lfm
Produktinformationen „Bangkirai Terrassendielen, 21 x 145 mm, KD, glatt/glatt"
Mit 21 mm Stärke ist dies die schlankeste Bangkirai Diele in unserem Sortiment, und sie richtet sich an Bauvorhaben, bei denen die Aufbauhöhe das begrenzende Maß ist. Auf Balkonen mit vorgegebener Türschwelle, über Tiefgaragendecken, auf Dachterrassen mit fertiger Abdichtung und bei Sanierungen im Bestand entscheiden vier Millimeter gegenüber einer 25 mm Diele regelmäßig darüber, ob eine Konstruktion überhaupt möglich ist. Dazu kommt das geringere Gewicht, was auf Dachflächen mit begrenzter Traglast ein eigenes Argument ist.
Der Preis dafür ist ein engerer Auflagerabstand. Eine 21 mm Diele braucht mehr Unterstützung als eine 25 mm, im privaten Terrassenbau sind 35 bis 40 cm angemessen, unter schweren Pflanzkübeln, Gartenmöbeln aus Massivholz oder einem Grillplatz eher 35. Wer an der Unterkonstruktion sparen möchte, ist mit dem stärkeren Format besser bedient; wer Aufbauhöhe sparen muss, hat hier die passende Lösung.
Bangkirai stammt aus Südostasien und bezeichnet im Handel mehrere nah verwandte Shorea-Arten, die auch als Yellow Balau geführt werden. Das Holz ist dicht, schwer und von Natur aus widerstandsfähig gegen Pilzbefall und Fäulnis, die natürliche Dauerhaftigkeit liegt in Klasse 2. Der Grundton ist hellbraun bis gelbbraun, dunkelt in den ersten Monaten nach und geht anschließend in die silbergraue Patina über, sofern nicht regelmäßig geölt wird.
Die Ausblutung ist als mittel eingestuft, und bei diesem Holz hat das Folgen, die vor dem Bauen bedacht sein wollen. In den ersten Monaten wäscht Regenwasser Gerbstoffe aus, die auf hellen Flächen unter oder neben der Terrasse bräunliche Spuren hinterlassen: auf Beton, Naturstein, Putz und hellem Pflaster. Gerade auf Balkonen und Dachterrassen, den typischen Einsatzorten dieses schlanken Formats, grenzen solche Flächen häufig unmittelbar an. Eine Abdeckung während der ersten Regenperioden ist die einfachste Vorsorge, danach lässt der Effekt deutlich nach.
Kleine Löcher im Holz, im Handel als Pinholes bekannt, stammen von Insekten aus dem Wuchsgebiet, messen wenige Zehntelmillimeter und sind in der Sortierung von Bangkirai ausdrücklich zulässig. Auf Festigkeit und Dauerhaftigkeit haben sie keinen Einfluss, sie gehören zum Erscheinungsbild dieses Holzes.
Beide Seiten sind glatt gehobelt. Eine glatte Fläche ist barfuß angenehm, sammelt weniger Schmutz als geriffelte Profile und lässt sich einfacher reinigen, was auf einem Balkon mit begrenzter Fläche und ohne Gartenschlauch ein praktischer Vorteil ist. Da beide Seiten gleich ausgeführt sind, lässt sich die Diele bei einer späteren Sanierung wenden. Ein Nachschleifen ist bei 21 mm allerdings nur zurückhaltend möglich, hier liegt weniger Reserve vor als bei den stärkeren Formaten.
Die Dielen sind kammergetrocknet (KD). Innere Spannungen sind damit weitgehend abgebaut, das Risiko von Verzug, Rissbildung und Schüsselung nach der Montage sinkt deutlich. Bei einem schlanken Querschnitt ist das besonders wichtig, weil sich eine dünne Diele leichter verzieht als eine starke und weniger Eigengewicht hat, das sie in Position hält.
Angeboten wird eine ungewöhnlich breite Auswahl an Längen von 2440 bis über 4500 mm in 300er Schritten. Für Balkone und schmale Terrassen ist das ein echter Vorteil, weil sich passende Längen ohne großen Verschnitt finden lassen, was bei kleinen Flächen prozentual stärker ins Gewicht fällt als bei großen.
Als Unterbau eignen sich Hartholzkanthölzer oder Aluminiumprofile, wobei auf Dachterrassen und Balkonen häufig Stelzlager zum Einsatz kommen, die zugleich das Gefälle der Abdichtung ausgleichen. Ein Gefälle von etwa zwei Prozent, durchgehende Hinterlüftung und Auflagepads an jeder Kontaktstelle gehören dazu. Auf abgedichteten Flächen darf die Konstruktion die Abdichtung nicht durchdringen, weshalb dort ausschließlich aufgestellt und nicht verankert wird.
Vorbohren ist bei Bangkirai Pflicht, ohne Vorbohrung reißen Schrauben ab oder das Holz spaltet an den Enden auf. Bei 21 mm Stärke ist die Gefahr des Aufspaltens in Endnähe größer als bei den stärkeren Formaten, entsprechend sorgfältig sollte gearbeitet werden. Zum Verschrauben empfehlen wir Edelstahlschrauben A2 (V2A), bei sichtbarer Verschraubung, in Küsten- oder Poolnähe sowie bei besonders gerbstoffreichen Hölzern besser A4 (V4A), damit sich um die Schraubenköpfe keine dunklen Gerbstoffränder bilden. Bei Bangkirai ist A4 die sichere Wahl, wenn die Köpfe sichtbar bleiben.
Zwischen den Dielen gehört eine Fuge von etwa fünf bis acht Millimetern, an Wänden und Randabschlüssen ebenfalls Luft. Schnittkanten werden mit einem Hirnholzschutz behandelt, denn an den offenen Enden zieht Holz Wasser um ein Vielfaches schneller als über die Längsflächen.
Geliefert wird unbehandelt. Ohne Pflege stellt sich die silbergraue Patina ein, ohne dass die Haltbarkeit leidet. Wer den warmen Braunton halten möchte, arbeitet ein- bis zweimal jährlich mit einem Terrassenöl für Harthölzer. Zur laufenden Pflege genügen Abkehren sowie Wasser und weiche Bürste. Hochdruckreiniger und Drahtbürsten sind zu meiden, sie reißen die Fasern auf und begünstigen Splitterbildung, was bei einer barfuß begangenen Balkonfläche besonders unangenehm ist.
In 25 mm Stärke führen wir Bangkirai mit beidseitig glatter Oberfläche sowie mit grob genuteter Sichtseite für mehr Rutschhemmung. Dieses 21 mm Format ist die Antwort auf begrenzte Aufbauhöhe und begrenzte Traglast, nicht die Sparvariante für den normalen Terrassenbau.
Eigenschaften
| Holzart | Bangkirai |
|---|---|
| Sichtseite | glatt |
| Ausblutung | mittel |
| Behandlung | unbehandelt |
| Dauerhaftigkeitsklasse | 2 |
| Einsatzort | Außenbereich |
| Farbgebung | hellbraun |
| Holzart | Bangkirai |
| Oberfläche | gehobelt |
| Seitlich genutet | nein |
| Sichtseite | glatt |
| Sortierung | Nachsortiert |
| Trocknung | KD = kammergetrocknet |
| Gewicht | 6,69 kg |
| Breite | 145 mm |
| Stärke | 21 mm |