Massivholzdielen, Seekiefer, 21×176 mm, Natur, bronze naturgeölt, gealtert rundum Nut & Feder, mit Microfase
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| Menge | Preis / m² | Rabatt |
|---|---|---|
| bis 99 m² | 55,52 € | — |
| bis 199 m² | 52,76 € | — |
| bis 299 m² | 51,65 € | — |
| ab 300 m² | 49,98 € | — |
Produktinformationen „Massivholzdielen, Seekiefer, 21 x 176 mm, Natur, bronze naturgeölt, gealtert, rundum Nut & Feder, mit Microfase"
Gealtert bedeutet, dass die Oberfläche vor dem Ölen bearbeitet wurde, um ihr das Fabrikneue zu nehmen. Die weichen Frühholzzonen sind ausgewaschen, die Kanten leicht gebrochen, die Fläche zeigt eine unregelmäßige, handwerklich wirkende Struktur. Das Ergebnis erinnert an einen Dielenboden, der schon Jahrzehnte liegt, ohne dass man darauf warten müsste. In Altbauten, in Räumen mit alten Möbeln und überall dort, wo ein neuer Boden nicht wie ein neuer Boden aussehen soll, ist das die passende Antwort.
Der Bronzeton ist ein warmes, mittleres Braun mit leicht rötlichem Unterton, der auf dem honigfarbenen Grund der Seekiefer entsteht. Das Pigment ist im Öl gebunden und deckt nicht ab, die Maserung bleibt sichtbar und tritt durch die gealterte Struktur sogar deutlicher hervor als auf einer glatt gehobelten Fläche. In den ausgewaschenen Zonen sammelt sich mehr Pigment als auf den harten Spätholzstreifen, wodurch das Bild Tiefe bekommt und von Diele zu Diele lebendig bleibt.
Ausgewiesen ist die Ware in der Sortierung Standard mit der Kennzeichnung Natur, also mit gleichmäßigem Astbild und begrenzten Farbunterschieden zwischen den Dielen. Bei einer gealterten, pigmentierten Oberfläche ist das die sinnvolle Grundlage: die Struktur liefert bereits genug Unruhe, ein zusätzlich sehr lebhaftes Astbild würde die Fläche überladen.
Seekiefer, botanisch Pinus pinaster, wächst an der europäischen Atlantikküste, überwiegend in Südwestfrankreich und Portugal. Das milde Seeklima bringt zügigen Wuchs mit klar abgesetzten Jahresringen hervor, und genau dieser deutliche Wechsel zwischen weichem Früh- und hartem Spätholz macht das Holz für eine gealterte Bearbeitung besonders geeignet. Bei feinjährigen Hölzern bliebe der Effekt schwach.
Der praktische Nebeneffekt einer gealterten Oberfläche wiegt schwerer, als es zunächst klingt: sie verzeiht. Auf einer glatt gehobelten Fläche zeichnet sich jede Druckstelle klar ab, auf einer bereits unruhigen Struktur geht sie unter. Bei einem Nadelholz wie Seekiefer, das als Boden zwangsläufig Spuren annimmt, ist das ein handfester Vorteil. Ein mittlerer Bronzeton unterstützt das zusätzlich, weil er weder wie Weiß jede dunkle Stelle noch wie Schwarz jeden hellen Kratzer betont.
Als Nadelholz bleibt Seekiefer trotzdem weicher als Eiche. Filzgleiter unter Möbeln und eine Matte am Eingang verlängern die Zeit bis zum ersten Nacharbeiten deutlich, unabhängig von der Oberfläche.
Das Format misst 176 mm in der Breite und ist rundum mit Nut und Feder versehen, also auch an den Stirnseiten. Jede Diele wird damit an allen vier Kanten geführt, Höhenversätze an den Stößen sind ausgeschlossen, und der wilde Verband lässt sich frei legen. Für die Mengenberechnung zählt die Deckbreite, nicht das Gesamtmaß.
Bei 21 mm Stärke handelt es sich um eine echte Massivholzdiele. Drei bis vier vollständige Schliffe wären technisch möglich, doch dazu gehört ein Hinweis: ein Vollschliff nimmt sowohl die gealterte Struktur als auch das Pigment weg und führt zu einem glatten, hellen Kiefernboden. Wer die Optik erhalten möchte, arbeitet über die Jahre mit örtlichem Anschleifen und Nachölen im selben Farbton, was bei geölten Böden ohnehin der übliche Weg ist. Der Vollschliff bleibt die Reserve für einen kompletten Neuanfang nach Jahrzehnten.
Die umlaufende Microfase betont jede Diele mit einer feinen Schattenlinie und passt zur gealterten Optik, weil sie das einzelne Brett hervorhebt, statt eine durchgehende Fläche vorzutäuschen.
Vor dem Verlegen ist eine Akklimatisierung nötig, mehrere Tage in ungeöffneten Paketen unter den späteren Betriebsbedingungen. Massivholz arbeitet mit dem Raumklima, ideal sind etwa 18 bis 22 Grad und 40 bis 60 Prozent relative Luftfeuchte. In der Heizperiode zeigen sich feine Fugen zwischen den Dielen, die sich im Sommer wieder schließen.
Verlegt wird vollflächig verklebt auf tragfähigem, trockenem Untergrund oder verdeckt genagelt beziehungsweise verschraubt auf Lagerhölzern. Schwimmende Verlegung ist bei Massivholz nicht vorgesehen. An Wänden und aufgehenden Bauteilen bleibt eine Randfuge für die Sockelleiste.
Über einer Fußbodenheizung gilt Zurückhaltung. 21 mm Massivholz aus Nadelholz mindert die Heizleistung, und die trockene Heizperiode verstärkt die Fugenbildung. Die Eignung gehört vorab mit dem Heizungsbauer geklärt, verklebt wird in jedem Fall vollflächig.
Zur Pflege ist ein Pflegemittel im passenden Farbton zu verwenden, damit die Fläche nicht mit jeder Reinigung heller wird. Beim Wischen einer gealterten Oberfläche empfiehlt sich die Bewegung in Faserrichtung, damit sich in den Vertiefungen kein Schmutzfilm aufbaut. Ansonsten genügen Kehren oder Saugen und nebelfeuchtes Wischen, stehendes Wasser ist zu vermeiden.
Die Ware trägt das Green-Choice-Siegel unseres Lieferanten. Im ebenfalls gealterten Ton Praline gibt es eine wärmere, hellere Alternative, dazu führen wir Weiß, Schwarz und den klaren Naturton sowie unbehandelte Dielen. Diese Bronze-Ausführung ist die Wahl für Räume, in denen ein neuer Boden von Anfang an aussehen soll, als läge er schon lange.
Eigenschaften
| Art der Verlegung | verschraubt |
|---|---|
| Behandlung | bronce geölt |
| Deckbreite | 170 mm |
| Dielenart | Massivholzdielen |
| Einsatzort | Innenbereich |
| Feuchtraumgeeignet | nein |
| Fussbodenheizung geeignet | nein |
| Holzart | Seekiefer |
| Klammerboden | nein |
| Oberfläche | gealtert |
| Sortierung | Natur |
| Zertifizierung | Green Choice |
| Gewicht | 3,7 kg |
| Breite | 176 mm |
| Stärke | 21 mm |